Über den gestrigen Nachmittag hinweg konnte wieder eine eindeutige Schwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar verzeichnet werden. Somit rutschte der Euro im europäisch geprägten Handel unter den Wert von 1,32 US-Dollar. Seine Gründe müsste diese Entwicklung wohl in den anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank haben, welche für kommenden Donnerstag ansteht. Experten rechnen mit einer Zinsentscheidung, die den Leitzins wohl um 50 Basispunkte herabsetzen wird.

Zudem würde der Unterschied von Renditen zwischen europäischem und amerikanischem Raum verkleinert werden, woraus der Euro wiederum an Anziehung und Vertrauenswürdigkeit einbüßen würde, äußerte ein Marktteilnehmer gegenüber der Presse. Darüber hinaus ist eine weitere Belastung gegenwärtig, die den Euro immer noch sehr unter Druck setzt. Nämlich die Abstufung der Werte spanischer Staatsanleihen. Der Euro gerät also eindeutig angesichts dieser Tatsache unter starken und den Verkauf fördernden Druck, der sich beim Devisenhandel dieser Woche stark deutlich macht im zunehmenden Verkauf des Euros. Gegenüber dem Japanischen Yen kann sich die europäische Gemeinschaftswährung ebenso nicht mehr behaupten und verliert eindeutig an Wert. Einerseits werden die in diesen Tagen verabschiedeten Konjunkturpakete vielleicht zu einer Stärkung beitragen, das bleibt jedoch abzuwarten. Der Euro kann in diesen Tagen seiner Rolle eines sicheren Hafens nicht mehr entsprechen und viele Anleger scheinen der Gemeinschaftswährung ihr Vertrauen zu entziehen. Ausschließlich technisch betrachtet ist der Euro klar bei 1,3116 und 1,3080 US-Dollar unterstützt. Die zu durchbrechenden Widerstände sind relativ hoch angesiedelt und liegen derzeit wohl um die 1,3450, ein weiterer Wert wurde auf 1,3477 US-Dollar veranschlagt. Der Euro hat also in dieser Krisenzeit noch einen halbwegs weiten Weg zu gehen, um wieder auf geregelte Bahnen mit einem relativ stabilen Kurs zu geraten. In Bezug auf eine Unze Gold wurde am gestrigen Nachmittag in Englands Hauptstadt London ein Wert von 826, 50 US-Dollar festgestellt. Also eine leichte Schwächung zu Montag. Da stand der Preis einer Feinunze Gold noch bei 827 US-Dollar. Leicht chaotische Entwicklungen, besonders im europäischen Raum. Es sollte auf sehr eindeutige Signale gewartet werden, um einen garantiert profitablen Handel abpassen und eingehen zu können.

 

 

14. Januar 2012

Man braucht als Forex Broker in Europa nur aus dem Fenster und aufs Thermometer zu schauen, dann springt einem eine der Ursachen schon mitten ins Auge. Unter diesen Bedingungen steht die Bauwirtschaft komplett still. Die Prognosen besagen, dass das auch noch eine Weile so bleiben wird. Viele europäische Autobahnen und Fernverkehrsstraßen sind auf Grund der extremen Wetterbedingungen gesperrt. Das Transportwesen leidet sehr stark unter den äußeren Bedingungen.

Zulieferungen bleiben aus und auch die Versicherungen sehen hohe Kosten auf sich zukommen. Das trifft nicht nur die Kraftfahrtversicherer, sondern auch die Unfallversicherungen und diejenigen, die Gebäude und Hausrat versichern. Besonders die letzten beiden wird es treffen, wenn nach der Periode strengen Frostes die Temperatur wieder steigt und die Folgen von eingefrorenen Leitungen sichtbar werden.

Die Wetterlage führt in vielen Bereichen zur Kurzarbeit oder zu gänzlichen Ausfällen. Die Angestellten haben zumeist ihre Überstunden über die Feiertage abgebummelt, so dass kaum noch Reserven zur Verfügung stehen. Die massiven Ausfälle bescheren den Unternehmen zusätzliche Verluste, die sie in dieser wirtschaftlich äußerst angespannten Lage kaum kompensieren können.

Vater Staat muss erneut Einbußen hinnehmen, denn bei einem solchen Wetter setzt kaum jemand den Fuß vor die Tür und das Auto lässt man ohnehin besser stehen. Das bedeutet wiederum Verluste bei den Umsätzen der Tankstellen und ein dickes Minus bei der Mineralöl- und Mehrwertsteuer auf die Treibstoffe. Die Händler, die ohnehin zu Beginn des Jahres niedrigere Umsätze verzeichnen, leiden darunter, dass die Menschen erst ihre gesamten Reserven verwerten, die sonst vielleicht in den Müll geflogen wären, um nur ja bei der Kälte nicht vor die Tür zu müssen.

All diese Faktoren setzen der europäischen Wirtschaft stark zu und sorgen so für eine zusätzliche Belastung für den Euro im Forex Trading, der ohnehin schon durch die zögerliche Wirtschaftspolitik der Deutschen und dem erneuten Bankenskandal im europäischen Währungsraum leidet.

09. Januar 2009

Der in den Kreisen der deutschen Spitzenpolitiker um die Art des Hilfspakets für die Wirtschaft noch immer nicht beigelegte Streit belastet die europäische Gemeinschaftswährung im Forex Trading noch immer stark. Die Parteispitzen beharren auf ihren Standpunkten, wie die Äußerungen der Spitzen von CSU und SPD zeigen. Einzig die SPD scheint ein Einsehen in die Notwendigkeit zu haben und zeigt sich gezwungenermaßen zu Kompromissen bereit.

Dabei machte vor allem Müntefering deutlich, dass er mit seinen Parteigenossen allergrößten Wert darauf legt, dass mit dem Entlastungspaket für die Steuerzahler die unteren Einkommensgruppen nicht übergangen werden dürfen, so wie das bei der von der CSU geforderten Anhebung des Grundfreibetrages der Fall wäre. Das Einkommen vieler deutscher Arbeitnehmer ist so niedrig, dass sie schon jetzt gar keine Steuern zahlen müssten. Ihnen und auch den Senioren mit geringen Renten würde eine solche Maßnahme keinen Cent bringen. Deshalb fordern Müntefering und Kahle eine Senkung der sonstigen Abgaben, die sich jedoch nur schwer realisieren lassen würde, weil sich wiederum die Krankenkassen einer Beitragssenkung komplett verweigern.

Darüber hinaus ist auch ein heftiger Streit um die Einhaltung der mit der europäischen Währungsunion verbundenen Eckdaten entbrannt. Obwohl die Spitzen aus Brüssel mehrfach erklärt haben, dass angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise die Spielräume weiter bemessen werden würden, klammern sich einige deutsche Politiker an den Stabilitätspakt, ohne zu erkennen, dass er in dieser äußerst angespannten wirtschaftlichen Lage nicht durchsetzbar ist.

Scheint, als spielen hier die ersten Anzeichen des bald beginnenden Wahlkampfes für die im Herbst stattfindenden Bundestagswahlen hinein, denn laut verlässlichen und repräsentativen Umfragen hat mehr als die Hälfte der Bundesbürger Zweifel daran, dass die derzeitige Regierung den sich aus der Bekämpfung der Krise ergebenden Anforderungen wirklich gewachsen ist. Es ist zu befürchten, dass CDU, CSU und FDP bei dem zu schnürenden Konjunkturpaket vor allem ihrer Stammwählerschaft wirtschaftliche Vorteile zukommen lassen werden und die unteren Einkommensgruppen wie so oft auf der Strecke bleiben.

Das wäre eine äußerst fatale Entscheidung, denn gerade dort könnte durch steuerliche und andere Entlastung ein Großteil der auch in den Markt einfließenden Kaufkraft frei gesetzt werden, die der Wirtschaft auch wirklich die dringend benötigte Nachfrage und damit dem Euro im Forex Trading die Leiter nach oben bescheren würde.

07. Januar 2009

Als richtiges Schutzschild wird der Euro von Finanzexperten inzwischen schon bezeichnet, obwohl er bei der Bevölkerung im Laufe seiner nunmehr zehnjährigen Karriere keine wirklich Beliebtheit erzielen konnte. Die Gedanken hängen noch immer etwas nostalgisch an der guten alten D-Mark.

In der Finanzkrise hat der Euro bisher eine richtig gute Figur abgegeben, das muss man ihm einfach lassen. Auch die Europäische Zentralbank bestätigt objektiv, dass der Euro sich in der Finanzkrise bisher  bewährt hat. Die Turbulenzen, die sich im Laufe des letzten Jahres an den Devisen- und Finanzmärkten ergebne haben, gegen die soll nach Ansicht von Volkswirten der Euro wirklich gut als Schutzschild fungiert haben.

Die Gründe für diese Behauptung sind vielfältig. Volkswirte gehen davon aus, das besonders die Volkswirtschaften von der Einführung der gemeinsamen europäischen Währung stark profitiert haben. Die Schwierigkeiten im Bezug auf die Finanzkrise sollen somit nach deren Meinung weitaus größer ausgefallen sein, wäre der Euro als Gemeinschaftswährung nicht vorhanden gewesen. Die Erfahrungen aus den Zeiten vor der Einführung des Euro zeigen, dass solche Turbulenzen, wie sich in den letzten Monaten erlebt wurden, deutlich mehr Spannungen innerhalb der einzelnen europäischen Währungen gebracht hätte. Das hätte natürlich auch zwangsläufig politische Spannungen mit sich gebracht. Und die konnten – dem Euro sei Dank – nun fast komplett umschifft werden. Die Konzentration kann damit von allen Staaten, in denen der Euro Währung ist, komplett auf die Lösung der Finanzkrise gerichtet werden. Und weitere wirtschaftliche Auswirkungen, die einzelne Währungen mit sich gebracht hätten, sind damit allen Beteiligten auch gleich erspart geblieben.

Selbst Länder, die bisher standhaft gegen den Euro standen, haben offenbar inzwischen Überlegungen angestellt, ob die Qualifizierung für die Währungsunion nicht doch ein sinnvolles Ziel ist. Dabei ist klar, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie den aktuellen kein Automatismus aktiviert werden kann, um den Euro dann über Umwege einzuführen und Qualifizierungsprozesse zu umgehen. Klare Regel: Wer sich für den Euro qualifizieren will muss auch die Maastricht-Kriterien streng einhalten.

 

Aber wer den Blick auf die Einführung des Euro in der Slowakei richtet, stellt schnell fest, dass das Währungsgebiet des Euro längst keine geschlossene Veranstaltung mehr darstellt. Und so gilt zumindest offiziell das Motto, dass derjenige, der sich auch auf einer nachhaltig stabilen Basis für den Euro qualifiziert, in der Währungsunion auch sehr willkommen ist.

Weiterhin setzen die Manager der Europäischen Zentralbank ganz klar auf die Unabhängigkeit der Banken von den politischen Einflüssen Europas. Nur so kann die Preisstabilität gewährleistet werden. Und es darf gehofft werden, dass dies auch künftig in geplanter Form gewahrt bleibt.

Insgesamt werden in der Finanzwelt die ersten zehn Jahre des Euro als echter Erfolg bezeichnet. Ausnahmen bildet hier nur das Jahr 2008 mit einer Inflation, die dann ausnahmsweise über der durchschnittlichen Inflation lag. Ansonsten ist eine Inflation erreicht worden in den restlichen neun Jahren, die durchaus als im Rahmen der Preisstabilität liegend bezeichnet werden kann. Herausforderungen wurden nach Expertenmeinung sehr gut gemeistert.

Dementiert wird auch das Argument, dass die Einführung des Euro Preiserhöhungen mit sich gebracht habe. Auch wenn das für Teilbereiche der Wirtschaft durchaus zutrifft, so war das aber in der Gesamtheit des Preisindex, der dann alle Preise widerspiegelt, so nicht zu bejahen – nach Zentralbankaussagen. 

05. Januar 2009

Der Auftakt am deutschen Aktienmarkt scheint im Jahr 2009 geglückt: Der Leitindex Dax konnte nämlich die wichtige Marke von 5000 Punkten ansteuern – und die gilt als psychologisch bedeutsame Grenze am Markt. Und auch andere großes Indizes können mit einem Plus aus dem Xetra-Handel am ersten Handelstag herausgehen. Gute Neuigkeit für den Auftakt eines als schlecht verlaufend prognostizierten Jahres.

Da stellt sich doch erst einmal die Frage, wer im Verlauf der weiteren Tage die Oberhand gewinnt: Ist es eher der Bulle oder der Bär?

Zumindest der Einstieg ins Handelsjahr 2009 ist offenbar sehr positiv geglückt, den der Aktienmarkt konnte ein deutliches Zulegen verzeichnen. Geschlossen wurde der Dax schließlich mit genau 4.973,07 Punkten. Und auch der MDax der mittelgroßen Werte konnte einen Anstieg verzeichnen. Der lag hier bei 2,75 Prozent und damit bei 5.755,76 Zählern. Weitere Anstiege wurden aus dem TecDax vermeldet. Da waren es 3,38 Prozent  oder auch 525,50 Punkte, die der nämlich zulegen konnte.

So setzte der deutsche Aktienmarkt – auch wenn die Umsätze am Anfang des Jahres erwartet dünn ausfielen – insgesamt seine Tendenz, die in den letzten Handelstagen des alten Jahres eher positiv waren, ungebremst im neuen Jahr fort. Und besondere Nachfrage hatten da ganz offensichtlich die Aktien von Industrieunternehmen zu verzeichnen.

War das ganze Jahr 2008 in seiner komplexen Betrachtung eher miserabel, so ist die positive Eröffnung als ein echter Fortschritt zu sehen. Der erste Handelstag im Jahr 2008 hatte dem Dax nämlich seinerzeit schon einen Verlust von 1,5 Prozent gebracht. Wer jetzt das neue Jahr und seinen Einstieg sieht, könnte das eher als sehr positives Omen betrachten?

Der Startschuss im Jahr 2008 war eigentlich nur der Einstieg in ein wirklich mieses Handelsjahr, denn in zwölf Monaten musste der Leitindex sage und schreibe 40 Prozent Einbuße hinnehmen.

Da können die Zahlen für den Einstieg ins Jahr 2009 doch wesentlich optimistischere Stimmung verbreiten. Auch Bankexperten kommen von ihrer negativen Einstellung herunter. Eine Umfrage vom Handelsblatt in Auftrag gegeben brachte hervor, dass die großen Institute den Dax im Schnitt im Jahr 2009 bei 5.200 Punkte oder noch etwas höher sehen. Und echte Optimisten der Branche schließen auch die 6.000 Punkte nicht aus. Allerdings sollte dazu gesagt werden, dass die Umfrage international stattgefunden hat und nicht die Meinung ausschließlich deutscher Institute widerspiegelt.

Die Spitze im Leitindex bildeten die Aktien der Deutschen Börse, die ein Plus zu verzeichnen hatten, das bei 6,8 Prozent lag. Die Papiere von Henkel konnten einen Zuwachs von 6,1 Prozent verzeichnen und Linde schaffte immerhin noch einen Zuwachs, der bei 5,8 Prozent lag.

Verlierer waren die Titel der Deutschen Post – die mussten zwei Prozent abgeben. Und für diese Entwicklung war wohl nicht zuletzt die Nachricht verantwortlich, dass der Finanzvorstand zur Mitte des Jahres seinen Posten an den Nagel hängen wird  - ein Nachfolger wird noch gesucht. Damit musste auch die Postbank Verluste hinnehmen, denn durch deren Verkauf an die Deutsche Bank ist eng mit der Person des Finanzchefs verknüpft. Hier waren es Verluste von 1,3 Prozent, die zu verzeichnen waren.

Ein spannendes Dax-Jahr erwartet uns, wie es gleich zu Anfang den Eindruck macht?

03. Januar 2009

Man sucht selbstverständlich nach den Schuldigen. Versinnbildlicht wird dies durch von Himmel fallende Dollar Noten, im Hintergrund die amerikanische Flagge, wie im Werbe Spot für die Freitaler zu sehen ist. Auch hier wird eine eindeutige Richtung im Marketing für den Freitaler selbst geschaffen. Abgerundet wird das ganze mit einer martialischen Melodie, die man dazu hört. Hört man sich die fast schon schwärmerisch anmutenden Schilderungen der Freitaler- Anhänger an, bekommt man zudem das Gefühl, dass sämtliche Unternehmer und Handelsleute in ständiger Harmonie leben könnten, so lange mit dem Freitaler sicher gestellt ist, dass auf diese Weise kein Geld in andere Gebiete und Länder, insbesondere Amerika abfließen kann, sondern immer in der Region bleiben. Das „Kapital“ im abstrakten wird als gemeinsamer Feind gesehen und schmiedet auf diese Weise Verbündete, und das scheint gerade in Zeiten der Finanzkrise sehr wichtig zu sein und auch gut an zu kommen. Es steht der Vorwurf im Raum, die Freitaler- Bewegung nehme sich das fast schon traditionelle Ressentiment des so genannten »heimatlosen, jüdischen Zinswucher« nun zum Vorteil, jedoch wird dies von den Fürsprechern des Freitalers abgestritten und selbstverständlich weit von sich gewiesen. Schließlich soll ja auch kein schlechtes Licht auf diese „Erfindung“ fallen. Weiermann sagt, dass es klar sei, dass nicht nur Juden Geldgeschäfte ausführen und somit auch niemand angeklagt werde. Ein Vereinsmitglied fügt dem schnell noch hinzu, dass diese Judengeschichte nicht interessiere. Die Nationalsozialisten hätten die Zinskritik eh nur benutzt. Sie hätten selbst Kredite bei Juden aus den USA aufgenommen. Im gesamten Kontext hinterfragt natürlich niemand die Hintergründe. Tatsächliche geschichtliche Hintergründe und Fakten legt also auch in diesem Fall jeder für sich zurecht, wie er es brauchen kann. Ob man nun an den Sinn oder Unsinn der Freitaler und seiner Wirksamkeit zur Verhinderung zukünftiger Finanzkrisen glaubt oder dies nur ein verzweifelter Versuch bleibt, durch kleine Schritte auf die Bewegung der Welt Einfluss zu nehmen, bleibt offen.

Nord LB

Die Nachrichten aus den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen – Anhalt geben folgendes her: Niedersachsen und Sachsen – Anhalt haben sich positiv geäußert, die Kreditvergabe der Nord/LB zu unterstützen und es sollen Garantien von je zehn Milliarden sein. So kündigten die beiden Ministerpräsidenten Christian Wulff und Wolfgang Böhmer und die Bank in Hannover gleichermaßen am Donnerstag an, dass die Emission von abgesicherten Nord/LB-Wertpapieren im vollen Gange ist, mit deren Hilfe die Bank dann Kredite für verschiedene Betriebe in beiden Bundesländern unterstützen und finanzieren möchte. Ein speziell dazu entwickeltes Wertpapierprogramm soll der Nord / LB in der gerade andauernden schlechten Phase dabei helfen, weiterhin Bürgschaften und Kredite für kleinere und mittlere Betriebe aufrecht zu erhalten und neu vergeben zu können. So strichen die Ministerpräsidenten Christian Wulff und Wolfgang Böhmer deutlich hervor, dass die Wirtschaft bezahlbares Geld brauche – auch besonders während der Finanzmarktkrise. Nach Angaben von Nord/LB – Chef Hannes Rehm hatte die Nord / LB schon in den ersten drei Quartalen des Jahres satte Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe erwirtschaftet und man geht positiv denkender Weise davon aus, das diese auch im kompletten Jahr 2008 erreicht werden.

 

 

 

03. Januar 2009

Bedingt durch eine geringe Liquidität, die sich am Devisenmarkt gezeigt hat, werden stärkere Ausschläge begünstigt. So ist der Euro dann zum Jahresabschluss hin noch einmal richtig deutlich angestiegen – allerdings auch gleich wieder stark zurückgefallen, um dann ein erneutes Hoch anzutreten.

Am Wochenanfang der letzten Woche des Jahres hatte sich der Euro dann von einem Fall unter 1,40 Dollar erholt. Am Nachmittag des letzten Montags im Jahr erlebte die europäische Gemeinschaftswährung dann zeitweise sogar Kurze bei 1,4170 und nahm dann Kurs auf Werte des vorherigen Handelstages, wo auch 1,43 Dollar erreicht wurden.

Aber wirkliche Bedeutung und Aufmerksamkeit schenken Experten diesen Entwicklungen wohl nicht. Hintergrund ist, dass die Liquidität im Moment so gering ausfällt, dass schon kleinste Orders große Bewegungen mit sich bringen – das sind zumindest die Informationen der Händler am Markt.

Das Umfeld für die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich aber insgesamt sehr günstig. Das Einschwenken der US-Notenbank Fed auf die Nullzinspolitik hat den Renditeunterschied wieder zum Thema werden lassen. Und auch der Greenback wird wohl ziemlich leiden müssen, wenn der Ölpreis bedingt durch die Gaza-Krise dann wieder weiter anzieht.

Der Euro-Optimismus wird nur durch die Kommentare von EZB-Granden gestört. Der Vizepräsident der EZB hatte nämlich am Anfang der letzten Jahreswoche weitere Leitzinssenkungen für den Euro-Raum als durchaus möglich angekündigt und mit dieser Information die Wechselkursgewinne für den Euro zum Auftakt der Woche damit natürlich gedämpft.

Die Konjunkturdaten aus den USA können aber auf die weitere Entwicklung am Devisenmarkt – und hier speziell für den Euro – wieder große Einflüsse nehmen. Da ist es dann wieder der Einkaufsmanagerindex von Chicago und das US-Verbrauchervertrauen, das vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board veröffentlicht wird, die dann gemeinsam die Entwicklungen am Devisenmarkt beeinflussen.

Zum letzten Dienstag des Jahres erlitt der Euro dann einen leichten Rücksetzer im Vergleich zum britischen Pfund. Während am Montag noch Kurse um 98 Pence für den Euro es so aussehen ließen, als könnte die europäische Gemeinschaftswährung dann eine schnurgerade Parität mit dem Pfund ausbauen, so erlebte der Euro aber dann doch wieder einen zeitweisen Abfall auf 97 Pence. Aber schon am Mittag des letzten Dienstag des Jahres lag der Euro dann bereits wieder bei 97,70 Pence.

Und auch zum Yen legte der Euro zu, nämlich auf knapp 128 Yen für den Euro. Aber der Dollar, der musste Einbußen gegenüber dem Yen verzeichnen, wenn auch geringfügiger Art. Allerdings konnte er sich oberhalb von 90 Yen für den Dollar halten.

 

 

02. Januar 2009

Auch nach Weihnachten setzte der Rubel seinen Abwärtstrend weiter fort. So hat am letzten Montag des Jahres die russische Notenbank dann die Abwertung um satten 1,7 Prozent gegenüber dem Währungskorb zugelassen, der zu 55 Prozent aus Dollar und zu 45 Prozent aus Euro besteht.

Das ist inzwischen die zwölfte Maßnahme, die in sieben Wochen vorgenommen wurde. Insgesamt fällt die russische Währung damit gegenüber dem Euro um 2,5 Prozent auf 41,6870 Rubel und erlebt so ihren tiefsten Stand seit der Einführung des Euro im Jahr 1999. Und im Verhältnis zur US-Währung ist gleichzeitig ein Minus von 0,7 Prozent zu verzeichnen und ein Preis von 29,1884 Rubel festgesetzt worden.

Die russische Währung erlebt derzeit richtig starken Druck im Hinblick auf ihre Abwertung, denn auch das volkwirtschaftliche Umfeld hat sich für Russland sehr nachteilig entwickelt. Wichtig für diese Entwicklung ist dabei der stark eingebrochene Ölpreis und auch die hohe Verschuldung der Unternehmen im Ausland stellt eine große Belastung dar – besonders vor dem Hintergrund der komplizierten Refinanzierungsbedingungen.

Gut 40 Dollar je Barrel Öl – also für 159 Liter – sind eine Starke Reduzierung gegenüber dem Hoch im Juli, als das Barrel noch über 100 Dollar gekostet hat. Der Einbruch der Exporte beträgt 27 Prozent während die Importe sich stabil zeigten.

Ein weiterer negativer Aspekt für den Rubel ergibt sich aus dem Blitzkrieg, der im August gegen Georgien ausgetragen wurde. So wurden seither rund 200 Milliarden Dollar an Investments aus Russland abgezogen und der Rubel hat gegenüber dem Warenkorb einen Verlust von rund 19 Prozent erfahren.

Auch die Rahmenbedingungen in Russland stehen nicht zum besten. Die Umsätze im Einzelhandel erlebten einen Rückgang um 3,4 Prozent. Auch die Arbeitslosigkeit stieg an und da waren es nach 6,1 Prozent Arbeitslosen dann inzwischen 6,6 Prozent der Bevölkerung, die ohne Arbeit war. Auch die Industrieproduktion verzeichnete ein Minus, das lag dann bei 8,7 Prozent und war das erste Minus, das hier innerhalb der letzten zehn Jahre verzeichnet werden musste.

Die Defizite im Land können sich im Jahr 2009 nach eigenen Angaben aus dem Finanzministerium Russlands auf rund 2,5 Billionen Rubel, also 63 Milliarden Euro, ausweiten.

Und auch sonst wird das Jahr 2009 für Russland sicherlich eines der schwierigsten, die je durchgestanden werden mussten in den vergangenen neun Jahren.

Der Ölpreisverfall ist es, der einen deutlichen Wachstumseinbruch mitgebracht hat und so legte die Wirtschaft im November in Russland dann nur noch um 1,6 Prozent zu – verglichen mit dem Vorjahr. So ist das geringste Wachstum der letzten drei Jahre zu verzeichnen gewesen, während im Oktober noch 5,9 Prozent Wachstum erreicht wurden.

Von der Regierung in Moskau werden für 2009 Wachstumszahlen im Bereich von 2,4 Prozent erwartet – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Ölpreis sich dann in einem Preisbereich von 50 Dollar für den Barrel stabilisieren kann.

Die Stützungsmaßnahmen, die von der Notenbank für den Rubel betrieben werden, sind auch die Devisenreserven geschrumpft, die nach einem Höchststand von 598,1 Milliarden Dollar nun nur noch 451 Milliarden Dollar betragen.

02. Januar 2009

 

Ein weiteres Weihnachtsfest ist überstanden. Die Geschenke sind ausgepackt, die Gänse gegessen worden und die Tage werden wieder länger. Mit straffen Schritten geht das Jahr 2008 seinem Ende zu und ebnet den Weg für ein Jahr, von dem viel zu erwarten ist. Nach 8 Jahren Ära Bush sind die Republikaner von Amerikas Thron gerissen worden und der Demokrat Barrack Obama wird das Amt als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika antreten. 8 Jahre, in denen die USA eine Suppe kochte, die wir heute auslöffeln durfte. Kein Präsident vor George Bush hat es geschafft das Land der unbegrenzten Möglichkeiten so zu zerwirtschaften, wie er es tat. In Folge dessen stehen wir nun vor einer globalen Wirtschaftskrise, wie es sie seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts nicht mehr gab.

Doch mit dem neuen Jahr kommt auch die Hoffnung. Die Hoffnung auf einen Neuanfang, auf einen Aufschwung, auf eine neue Blütezeit. Der globale Wirtschaftsmarkt wird sich verändern, die USA wird wieder an Kraft gewinnen, wieder zu einer ernst zu nehmenden Wirtschaftsmacht werden – aber auch die Volksrepublik China wird immer mehr an Bedeutung in der internationalen Wirtschaft, ebenso wie in der Politik, gewinnen.

Doch bevor wir die letzten Tage in Angriff nehmen und mit dem Countdown das Jahr 2009 einleiten gibt es hier noch einmal einen Überblick über den derzeitigen Stand der Dinge.

Zum Ende des Jahres sieht es für den US-Dollar alles andere als rosig aus. Lange Zeit konnte er sich halten, trotzte den Stichen und Hieben, die von allen Seiten durch schlechte Wirtschaftszahlen kamen und ging seinen Kurs stetig nach oben, doch kurz vor dem Jahresende endete auch dieser Widerstand. Gegenüber den meisten Hauptwährungen musste er deutliche Einbußen verzeichnen, so steht er derzeit gegenüber dem Japanischen Yen bei 90,84 – das Paar EURUSD wird bei 1,4030 gehandelt.

Der Euro hingegen ist wieder recht stabil. Jedenfalls den Umständen entsprechend. Gegenüber dem Britischen Pfund konnte er stetig Plus verzeichnen, so dass dieses Paar mittlerweile bei 0,9610 gehandelt wird. Ein Trend, der durchaus dadurch unterstützt wurde, dass Großbritannien mit dem Gedanken geliebäugelt hat, sich dem Euro anzuschließen. Selbst gegenüber dem Japanischen Yen wird er derzeit wieder bei 127,38 gehandelt – nicht mehr so stark wie am 19.12., aber im Vergleich zum Anfang des Dezembers durchaus kraftvoll.

Der Rohstoff Gold hat sich nach seinem Novembertief wieder einigermaßen erholt. Nach Tiefständen an der 700er Marke wird er derzeit bei 870,28 gehandelt. Am 24.12. erlebte die Unze Gold hier nochmal einen kräftigen Aufschwung.

Das Sorgenkind Rohöl hat es auch zum Ende hin nicht geschafft sich ansatzweise zu erholen. Im Gegenteil, wie von Experten vermutet sank der Wert des Barrel Rohöls sogar unter die 40$ Marke und wird derzeit bei einem Wert von 37,72 gehandelt. Pessimisten sahen das Rohöl sogar schon um die 30$-Marke schleichen – ob es diese Marke zum Ende des Jahres nocht erreicht ist fraglich.

2009 lässt die Anleger jedoch frohen Mutes nach vorn schauen, in eine neue Welt mit einer erstarkenden Wirtschaft – auch, wenn eine entgültige Erholung wahrscheinlich nicht einmal in der 4-jährigen Wahlperiode Obamas zu erreichen ist.

27. Dezember 2008

Endlich geht es wieder bergauf mit dem Rohöl. Nach monatelanger Talfahrt konnte sich der Wert pro Barrel Rohöl am gestrigen Tag zum ersten Mal wieder ein wenig erholen. Kleine Aufwärtstendenzen gab es schon in der letzten Woche, als die OPEC andeutete, dass eine Senkung der täglichen Förderungsmenge an Rohöl durchaus in Betracht zu ziehen ist. Gestern, am 17.12., trafen sich nun die Mitgliedsstaaten der OPEC in Algerien. Dort wurde der Beschluss gefasst, die Menge an täglich gefördertem Rohöl um 2,2 Mio. Barrel zu senken.

Dadurch stieg auch der Preis des Barrels Rohöl wieder an, so dass er gestern auf knapp über 44$ sprang. Heute gab es wieder eine kleinere Beruhigung, so dass der aktuelle Wert bei 43,1$ liegt. Analysten zur Folge ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die anderen Erdölexporteure der Welt – jene, die nicht Mitglied der OPEC sind – diesem Beispiel Folgen könnten. Sollte das der Fall sein, könnte der Rohölpreis wieder deutlich ansteigen, da sich Angebot und Nachfrage langsam wieder angleichen. Hier ist durchaus Potenzial für gute Gewinne zu sehen. Der entscheidenste Faktor wird jedoch nach wie vor die globale Wirtschaftssituation bleiben. Sollte sich diese nicht ändern, so wird auch das Rohöl nicht zu alter Kraft erstarken.

Die Feinunze Gold ist – um sich den kleinen Wortwitz zu erlauben – durchaus fein raus. Mitte Ende Oktober brach die Unze Gold abrupt ein, von Höchstwerten bei über 900$ zu einem Tief, welches an die 680$ herankam. Der aktuelle Goldpreis liegt jedoch wieder bei 850$, gestern lag er sogar bei 864$ je Feinunze. Der gewitzte Anleger konnte sich hier in kurzer Zeit eine goldene Nase mit dem Gold verdienen – Verkaufen vor dem großen Einbruch und Einkaufen beim Tiefstwert von 680$, und schon kann man zu plötzlichem Reichtum gelangen. Experten meinen, dass dieser Aufwärtstrend jedoch demnächst wieder ein wenig absacken wird – vielleicht bietet sich hier also erneut eine Gelegenheit zuzuschlagen und aus einem Negativtrend Profit zu machen.

26. Dezember 2008