Technisches Traden bedeutet Chance und Risiko in einem. Ganz besonders im Intraday Bereich ist der Kurverlauf bei EUR/USD und den anderen Währungspaaren häufig in einer flachen Linie dargestellt. Diese lethargischen Verläufe finden aber häufig dann wahre Feuerwerke der Kurse in verschiedene Richtungen, wenn die Bekanntgabe eben jener Kurse anliegt.

Hier sind die besten Beispiele die US-Arbeitsmarktdaten, die dann jeweils freitags um 14.30 gemeldet werden. Dann wird das Befinden der US-Wirtschaft immer durch extreme Volatilität – oftmals mit 100 Pips und mehr – widergespiegelt im EUR/USD. So ist es sogar für die schnellsten Anleger dann schwierig, hiervon zu profitieren – von den Charttechniker ganz zu schweigen.

Die Lösung liegt hier im Fachbegriff „Scalpen“ – wo es dann um sofortiges Kaufen oder Verkaufen oder extrem schnelle Handlungen eher nicht geht. Hier gilt es dann eher abzuwarten. Nur dann besteht für die fundamentalen Ereignisse im Intraday Bereich die Chance, dieses Konjunkturszenario unverzüglich im Kursverlauf zu verarbeiten.

NFP ist das Zauberwort, das mit Non Farm Pavrolls bezeichnet wird und übersetzt für „außerhalb der Landwirtschaft neu geschaffene Stellen“ heißt. Aber wieso ist diese Zahl so ungeheuer wichtig für die Ökonomie der USA? Hintergrund ist, dass dann, wenn mehr neue Jobs in einem Monat kreiert werden, als dies erwartet wurde, dann der Hinweis auf eine robuste Konjunkturentwicklung zu erwarten ist. Denn mehr Arbeitnehmer mit mehr Arbeit verfügen auch über stärkere finanzielle Mittel. Der Konsum wird mächtig angekurbelt.

Hier werden aber auch immer die jeweiligen beiden Vormonate beobachtet, denn hier kann eine größere Revisions der Zahlen möglich sein. Ein eher negativer Monat kann dann durch die Revision des Vormonats kompensiert werden.

Schwierig ist die Prognose des Ausgangs von US-Arbeitsmarktdaten. Umso einfacher aber die Interpretation: Schwache Zahlen des Marktes stehen dann für Verluste beim USD und ebenso auch umgekehrte Entwicklungen – also starke Zahlen in diesem Markt – für Gewinne beim USD.

01. Dezember 2008

Der Devisenhandel zeigt sich in der Investmentwelt als echter Hit. Aktive Trader weltweit haben in den letzten Jahren diese Art der Spekulation für sich entdeckt. Neue Regeln bringen den Forex Markt nun auch an einen größeren Kreis von Teilnehmern heran und die Domäne der internationalen Banken ist nun frei zugänglich für jeden. Auch wenn das tägliche Handelsvolumen sehr variabel ist, werden insgesamt doch Billionensummen täglich in Bewegung gebracht. Der Devisenmarkt bewegt inzwischen täglich höhere Werte, als der Aktien- und Anleihenmarkt gemeinsam. Wichtig ist hier, die Bewegung der Währungen zu beobachten und die Richtung, in die sie laufen, im Auge zu behalten. Grundsätzlich unterteilt sich der Forex Markt in zwei getrennte Bereiche, die sich im Devisenkassamarkt und dem Forex-Futes-Markt zeigen. Der Devisenkassenmarkt OTC ist nicht zentralisiert, somit können Informationen über Volumen, Positionen und Offenes Interesse von größeren Teilnehmern, wie zum Beispiel Finanzinstituten, Banken oder auch internationale Firmengruppen nicht genau bestimmt werden. Das ist es, was den Markt für die Spekulanten eben so schwierig werden lässt. Um trotzdem Informationen über die Geschwindigkeiten und die Kraft zu bekommen, die eine bestimmte Währung antreiben, ist es für die Spekulanten wichtig, sich an ein helfendes Gegenstück zu halten, was dann die börsengehandelten Forex-Futures sind. Viele >Kontrakte sind es, die im Forex-Futures-Markt verschiedene Fälligkeitsmonate haben. So ist es der Monat, der dem Kassamarkt an diesem eng orientiert. Im Kassamarkt gibt es übrigens kaum Informationen über die Teilnehmer, allerdings werden von der Aufsichtsbehörde die Abläufe am besagten Forex-Futures-Markt genau registriert. Gesetzliche Vorschriften schreiben die kostenlose Veröffentlichung der Daten vor, daher ist das ständige Sammeln von Daten besonders wichtig. Einmal wöchentlich gibt die sogenannte Commondities Futures Trading Commission, die auch kurz als CFTC bezeichnet wird, den Report heraus, der als Commitment of Traders Report bezeichnet wird. In diesem Report sind wichtige Positionen größerer Teilnehmer enthalten auch die gesamte Summe, die die Positionen wöchentlich erhöhen oder auch verringern. Auf zwei Weisen sind diese Informationen wertvoll, denn sie gegen einerseits dem Forex-Kassa-Trader einen Überblick im Bezug auf das generelle Sentiment größerer Akteure. Außerdem zeigt sich hier der graduelle Übergang des Momentum, der dann von schwach zu stark und von stark zu schwach stattfindet. So kann der Trader ermitteln, wo er seine Position im Vergleich zu anderen Akteuren einnehmen möchte und wann darüber hinaus dieser Schwung eine Ende nimmt, so dass die Positionierung dann nicht mehr ihre Top- oder Bodenposition innerhalb der Marktbewegung halten kann. Die Wege des Tradens gemäß Commitment of Traders Report sind verschieden – im Forex-Kassamarkt wie auch im Forex-Futures-Markt. Die absolute Trading-Erfahrung erzielt der Trader dann damit, in beiden Forex-Bereichen zu traden – miteinander oder gegeneinander. Hedging ist im Zusammenhang mit dem Blick hinter die Kulissen des Forex auch noch ein wichtiges Stichwort. Im Spot Forex Trading kann das Hedging nämlich als Fähigkeit bezeichnet werden, die vor Verlusten schützen kann. Innerhalb Spot Forex, Forex-Futures und Forex-Optionen gibt es nämlich innere Beziehungen, da jedes die Versicherung für den anderen darstellt. Im Commitment of Trader-Report wird dann auch regelmäßig offengelegt, wie sich die Commercials, also große Banken, größere Gesellschaften und Regierungen mit diesem Hilfsmittel schützen. 


28. November 2008

Der Forex-Handel ist im weiteren Sinne eine Spekulation auf Kursveränderungen von Währungen. Ein sogenannter Spot Trade ist der Kauf bzw. der Verkauf von Währungen zum gegenwärtigen Kurs. Damit man am Devisenmarkt teilnehmen kann, muss man als Anleger zunächst eine Position aufbauen und zwar in der Währung, mit der man handeln möchte. Setzt der Anleger auf steigende Wechselkurse, also auf die Aufwertung der Währung, dann spricht der Forex-Experte von einer sogenannten Plus-Position. Vereinfacht sprechen die Forex-Broker vom eingehen einer Long-Position. Üblich ist auch der Sprachgebrauch vom „long gehen“. Setzt der Anleger dagegen auf fallende Wechselkurse, also auf eine Abwertung der Währung, dann spricht man von einer sogenannten Minus-Position. Die Forex-Trader bezeichnen Spekulationen auf fallende Kurse als eröffnen einer Short-Position, im alltäglichen Umgang der Broker auch als „short gehen“ bezeichnet. Egal in welche Richtung man spekulieren will (short oder long), durch den Kauf einer Währung geht man eine Open-Position (offene Position) ein. Für den Einsteiger am Forex-Markt interessant zu wissen ist, dass mit dem Eröffnen einer Long-Position immer auch eine Short-Position eröffnet wird und umgekehrt. Währungen am Devisenmarkt werden immer in Relation zu einer anderen Währung (Währungspaarung) gehandelt. Geht ein Anleger eine Long-Position auf das Währungspaar EURUSD (Wechselkurs Euro zu US Dollar), so spekuliert er auf den steigenden Wechselkurs des Euros und gleichzeitig auf den fallenden Kurs des US Dollars (Short-Position). Beschließt man den entgegengesetzten Handel zu seiner Long-Position, kann man die offene Position wieder schließen. Der Forex-Broker spricht hierbei vom „glatt stellen“ einer Position. Zur Vereinfachung hier ein Beispiel. Der Anleger geht eine Long-Position auf das Wechselkurspaar EURUSD ein. Er kauft also 100.000 Euro gegen den US Dollar. Damit spekuliert er auf den steigenden Wechselkurs des Euros gegenüber dem Dollar. Diese Position ist eine offene Position. Um die offene Position wieder zu schließen oder glatt zu stellen, muss der Anleger 100.000 Euro gegen den US Dollar wieder verkaufen. Ist in der Zeit zwischen dem Kauf und dem Verkauf des Euros der Wechselkurs der gekauften Währung gestiegen, konnte der Anleger einen Gewinn erzielen. Der Spot Trade, auch Kassageschäft genannt, funktioniert nun folgendermaßen: Der Anleger kauft 100.000 Euro gegen den US Dollar. Der Wechselkurspreis dafür beträgt 1,300 Dollar pro Euro. Der Forex-Broker, über den ein privater Anleger ausschließlich am Devisenmarkt teilnehmen kann, bietet eine gewisse Margin für die Transaktion. Für den Anleger bedeutet das, dass er nicht den vollen Betrag zahlen muss, sondern nur einen Teil des Betrages. Würde die Margin bei einem  Prozent liegen, kostet ein Trade nur 1.000 Dollar (100.000 * 1,0 Prozent = 1.000 Dollar). Die Margin ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Geht man nun davon aus, dass der Kurs für den Euro gestiegen ist, beispielsweise auf 1,3100 Dollar, kann der Anleger seine Position wieder verkaufen. Das heißt, er verkauft 100.000 Euro zu einem Wechselkurspreis von 1,3100 Dollar pro Euro. Der Verkauf von 100.000 Euro für 1,3100 Dollar ergibt 131.000 Dollar. Der Kauf von 100.000 Euro für 1,3000 Dollar kostete den Anleger 130.000. Der Gewinn beträgt 1.000 Dollar. Bei den meisten Brokern erfolgt die tatsächliche Ausführung der Handelsgeschäfte meist zwei Tage nach Abschluss einer Transaktion. Für den Anleger spielt das aber keine Rolle, da die 1.000 Dollar Gewinn seinem Konto gut geschrieben werden. Jeder Anleger aber sollte sich zwei Dinge vor dem Einstieg in den Devisenhandel klar werden: Den enormen Gewinnchancen stehen ebenso hohe Verlustrisiken entgegen. Außerdem erhebt der Forex-Broker einen Spread. Dieser Spread, der beim eröffnen einer Position anfällt, liegt über dem Verkaufskurs. Bevor man also mit einem Forex-Trade beginnt Geld zu verdienen, muss zunächst der Spread verdient werden, den der Broker erhebt. Allerdings unterscheiden sich hier die Devisengeschäfte nicht von Börsengeschäften, die über Broker getätigt werden.

23. November 2008