Die große Welle der Entlassungen scheint in Deutschland noch lange nicht vorüber zu sein. BMW plant Kurzarbeit in Größenordnungen und die Metro Gruppe plant einen Stellenabbau, bei dem höchstwahrscheinlich 15.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Und das, nachdem der Handel im Dezember noch lauthals getönt hatte, dass man sich von der Konjunktur- und Absatzflaute noch nicht betroffen fühle.

Indessen füllt sich die Innenstadt von Washington mit Zehntausenden Neugierigen, die darauf warten, von Barrack Obamas Rede zum Amtsantritt neue Impulse zu erhalten. Dabei sickerte der Grundtenor der Rede bereits durch. Einerseits sollen die Menschen zunehmend versuchen, selbst etwas zum wirtschaftlichen Aufschwung beizutragen und andererseits soll ein gigantisches Werk von Aufträgen der öffentlichen Hand die ins Minus lavierende Wirtschaft stützen.

Im Fernen Osten dagegen macht der starke Yen sowohl den Forex Brokern als auch den Aktienhändlern und der Wirtschaft schwer zu schaffen. Der Nikkei musste zeitweise hohe Verluste hinnehmen. Das daraus entstehende Problem wird offenbar, wenn man sich vor Augen hält, dass der chinesische Staat einen Großteil seiner Geldreserven in fremden Währungen angelegt hat. Nun muss er die eigene Währung teuer einkaufen, um seiner eigenen Wirtschaft helfen zu können. 

Eine Erleichterung sollte heute für den Euro spürbar werden, denn einerseits liegt der ZEW Index bei weitem nicht mehr so stark im Minus wie bisher und andererseits starteten heute aus Russland die Erdgaslieferungen wieder. Grundlage dessen ist ein langfristiger Vertrag, der gestern Abend unter Dach und Fach gebracht werden konnte.

Belastend für den Euro im Forex Trading wirkt sich auch immer noch die Zinssenkung der vergangenen Woche durch die Europäische Zentralbank aus, die den Euro deutlich weniger attraktiv für den Anleger macht, insbesondere nachdem Claude Trichet bereits offen einräumte, dass weitere Maßnahmen dieser Art nicht ausgeschlossen wären.

 

20. Januar 2012

 

Eines der wichtigsten Signale dürfte die nunmehr konkretisierte Senkung der Einkommenssteuer sein, die sogar rückwirkend zum 1. Januar 2009 greifen soll. In einem ersten Schritt wird der Grundfreibetrag auf 7.834 Euro erhöht. So sollen vor allem die unteren Einkommensgruppen entlastet werden, was auch dem Gedanken an eine zweite Erhöhung des Grundfreibetrages ab 2010 auf 8.004 zugrunde liegt.

Schade ist dabei nur, dass die Kleinverdiener davon nicht profitieren können, weil viele Einkommen bereits jetzt unter dieser Freigrenze liegen. Auch die geplante Verschiebung der Progression in der Steuer macht sich nur dort bemerkbar, wo das Einkommen gewisse Grenzen überschreitet. Auf der anderen Seite sollen aber auch die Beiträge zu den Krankenkassen auf 14,9 Prozent sinken. Das bringt jedem Einzelnen eine Entlastung, die sich monatlich in der Geldbörse bemerkbar macht. Damit lässt man sich allerdings Zeit bis zum 1. Juli 2009.

Ein deutlich besserer Impuls für die Wirtschaft und damit auch für den Euro im Forex Trading geht in Richtung der Automobilbauer, von denen ein großer Teil der gesamten Volkswirtschaft abhängig ist. Für Neu- und Jahreswagen, die eine der modernen EU Normen erfüllt, gibt es einen Zuschuss von 2.500 Euro, wenn man dafür ein Fahrzeug in den endgültigen Ruhestand schickt, das älter als neun Jahre ist. Damit wird zusätzlich zu den steuerlichen Entlastungen ein weiterer Kaufanreiz geschaffen.

Auch die Auszahlung eines Kinderzuschusses und die Erhöhung der sozialen Leistungen für Kinder, die von sechs bis dreizehn Jahre alt sind, dürfte die Budgets der Familien spürbar erhöhen. Dabei hat man sich sogar dazu entschlossen, die Auszahlung unbürokratisch über das Kindergeld vorzunehmen, damit die Zuschüsse den Familien so schnell wie möglich zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus enthält das Maßnahmenpaket die Möglichkeit, abgesicherte Kredite für Großunternehmen ausgeben zu können. Ansprechpartner ist dabei die Kreditbank für Wiederaufbau. Förderlich auf den Arbeitsmarkt dürfte sich auswirken, dass die Unternehmen mehr Spielraum bekommen, ihre Mitarbeiter über Kurzarbeit zum großen Teil von der Agentur für Arbeit finanzieren zu lassen. Das dürfte einige Entlassungen wirksam verhindern.

 

13. Januar 2012

 

So schlecht, wie es die letzten Wochen den Anschein hatte, scheint es der deutschen Automobilindustrie im nächsten Jahr nicht zu gehen. Diesen Eindruck zumindest vermittelte die Motor Show in Essen, die immerhin einen Besucherandrang von 350.000 Menschen zu verzeichnen hatte.

Doch nicht nur das rege Interesse an dieser Ausstellung zeigt dem Forex Broker, dass es bei den Automobilbauern schnell wieder aufwärts gehen müsste. Viel interessanter für die weitere Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung im Forex Trading sind die Ergebnisse der Umfrage, die in diesem Rahmen durchgeführt wurde.

Hier brachte immerhin ein Drittel der Befragten zum Ausdruck, dass sie sich 2009 ein neues Auto kaufen wollen. Nun könnten die chronischen Pessimisten meinen, dass ohnehin nur diejenigen eine solche Messe besuchen würden, die bereits einen Kaufwunsch hegen. Doch das ist definitiv falsch gedacht. Selbst wenn man einen Anteil aus diesem Grunde herunter rechnet, bleibt der Anteil der Menschen mit einem Wunsch nach einem neuen Fahrzeug sehr hoch.

Dort dürften auch die Bemühungen der Bundesregierungen um Steuerentlastungen bei Neukäufen von Fahrzeugen, die die höheren EU Abgasnormen erfüllen, einen zusätzlichen Anreiz schaffen. Hinzu kommt auch der Preisverfall, der bei den Fahrzeugen derzeit zu beobachten ist und mit dem die Händler teilweise ums bloße Überleben kämpfen.

Bei diesen Prognosen für den Fahrzeugbau dürften die Forex Broker im Hinblick auf den Eurokurs vorsichtig aufatmen können, denn das dürfte auch die Trends hinsichtlich eines weiteren Abschwungs in der gesamten deutschen Wirtschaft deutlich relativieren, weil ein großer Teil des produzierenden Gewerbes von der Automobilwirtschaft abhängig ist.

08. Dezember 2008

Grundsätzlich existieren zwei vorteilhafte Herangehensweisen bei der Auswertung von Handelssignalen. Einerseits gibt es die fundamentale Analyse. Zu diesem Zweck nimmt sich der Trader hauptsächlich Marktdaten, Nachrichten und Informationen zur Hilfe. Genauer gesprochen wertet der Trader für seine Beurteilung von Gewinnchancen meist politische, soziale und ökonomische Daten aus. Dieser Herangehensweise liegt die Tatsache zugrunde, dass sich Änderungen in einer Volkswirtschaft sofort und mit Nachhaltigkeit auf jeweils geltende Währungskurse auswirken können. Natürlich kann es sehr schwierig sein, solche Handelssignale richtig auszuwerten und nach diesen entsprechend zu handeln. Ohne grundlegende Erfahrungen können also Fehler kaum ausgeschlossen werden, dies gilt zumeist für Forex-Neulinge. Die Fusion der Commerzbank beweist diese Herangehensweisen ganz genau. Einige Anleger rochen nämlich schon den aus der Fusion sehr wahrscheinlich folgenden Kurssturz und reagierten darauf entsprechend. So konnten sie sich einige Gewinne sichern, welche ohne ihre perfekten Einschätzungen und Analysen nicht möglich gewesen wären. Andererseits gibt es noch die Herangehensweise mittels der technischen Analyse, welche oft auch als Chartanalyse bezeichnet wird. Hier handelt es sich um sehr objektive Einschätzungen. Dieser technischen Analyse liegen ebenso Tatsachen zugrunde, welche sich auf gewisse, immer wieder zurückkehrende Tendenzen stützen. Zu diesem Zweck werden nicht nur Daten aus der Gegenwart analysiert, sondern man gebraucht dabei oft die gesamte geschichtliche Entwicklung des Forex, um gewissen Mustern auf die Spur zu kommen. Während Anleger-Neulinge noch auf gewisse vorgegebene Standards in Bezug auf Ihre Analysen zurück greifen, machen sich professionelle Broker meist alle möglichen Informationen zunutze, um ihre Profite mit Regelmäßigkeit zu erwirtschaften. Die technische Analyse stellt also im Gegensatz zur fundamentalen Analyse eine sehr objektive und stark von der Mathematik beeinflusste Form der Einschätzung dar. Als Beispiel für eine technische Analyse wären die Bollinger Bonds zu nennen. Diese sind im Prinzip einfache Linien, welche in gewissen Abständen geltende Durchschnittswerte umrahmen. Berührt der Chart diese Linien, können kluge Broker das als Signal deuten und bei einer richtigen Analyse Gewinne daraus ziehen. Natürlich können die oben gemachten Ausführungen für einige interessierte Neulinge sehr abschreckend wirken, doch gibt es keinerlei Veranlassung dazu. Jeder am Anfang seiner Forex- Karriere stehende Anleger kann, um sich gewisse verlustreiche Erfahrungen und das damit einher gehende Lehrgeld zu sparen, die langjährigen Erfahrungen von versierten Tradern nutzen. Zu diesem Zweck existieren dutzende von Foren, welche eine solche Art von Dienst kostengünstig anbieten. In diesem Zusammenhang kann sich ein Blick ins Internet lohnen, wo alle nützlichen Informationen und Anbieter rasch gefunden werden können. 

24. November 2008