In den letzten Wochen vor Weihnachten und auch über die Feiertage hinweg konnte die europäische Währung gegenüber den meisten Hauptwährungen schwarze Zahlen schreiben. Grade gegenüber dem US-Dollar war der Euro so stark, wie schon lange nicht mehr. Mit dem Jahresbeginn jedoch könnte sich möglicherweise eine Trendwende für den Euro einstellen. Am heutigen Morgen gab es relativ gemischte Ergebnisse, doch grade gegenüber dem Schweizer Franken, dem US-Dollar und dem Japanischen Yen musste der Euro Einbußen verzeichnen. Dies könnte einen weiteren Wertverlust über die Woche bedeuten.

Analysten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrem nächsten Treffen durchaus eine weitere Leitzinssenkung diskutieren könnte. In den letzten Tagen gab es ein sehr schwaches Handelsvolumen und auch die qualitativ eher mäßigen Neuigkeiten aus der Europazone lassen dies vermuten.

Interessant für den Euro wird auch die Entscheidung der Bank of England (BoE) diese Woche sein. Ende der Woche soll die Entscheidung fallen, ob der Referenzzinssatz gesenkt wird oder nicht. Angedacht ist eine Erniedrigung von 2,0% auf 1,5%. Sollte diese Senkung vorgenommen werden, so wird dies durchaus Einfluss auf das Britische Pfund – und so auch auf die anderen Währungen haben.

Der Rohölpreis setzt seinen Aufwärtstrend weiterhin fort. Der Konflikt, der sich dieser Tage im Nahen Osten abspielt, nimmt wie erwartet Einfluss auf den internationalen Markt. Innerhalb von 5 Tagen konnte der Preis pro Barrel Rohöl von 37$ auf über 48$ pro Barrel ansteigen. Andererseits wurden weitaus größere Preisschwankungen erwartet. Spekulanten vermuten, dass die Rohölförderung aufgrund des Konflikts auf dem Gaza-Streifen gedrosselt wird. Jedoch werden internationale Investoren ihr Kaufverhalten dieser Situation durchaus anpassen, so dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass der Ölpreis in den nächsten Tagen erneut fällt. Wie lange es noch dauert, bis der Ölpreis wieder zu seinem ehemaligen Wert ansteigt, ist fraglich. Denn nicht nur Konflikte im Nahen Osten nehmen Einfluss auf diesen Markt, genauso bedeutend wird sein, wie schnell und intensiv der neue US-Präsident Barrack Obama seine Pläne durchsetzt.

 

06. Januar 2009

Der amerikanische Betrugsfall Madoff scheint nicht nur den Forex Brokern mächtig auf den Magen geschlagen zu haben. Auch die Aktienhändler scheinen erschüttert zu sein, denn Dow Jones und Nasdaq gaben am Montag kräftig nach. Sicher hatte auch der DAX zu kämpfen, doch er ging mit einem Minus von 0,2 Prozent durchs Ziel, währen Nasdaq immerhin den zehnfachen Prozentsatz an Verlusten einstecken musste. Die wissenden Forex Broker wundert das nicht, denn immerhin war der betrügerische amerikanische Finanzhai lange Zeit der Chefmanager der Nasdaq.

Der absolute Gewinner im Forex Trading war am Montag der Euro. Er konnte allen Leitwährungen gegenüber kräftig zulegen. Das höchste Plus verzeichnete er mit 2,45 Prozent gegenüber dem Hongkong Dollar, dicht gefolgt vom amerikanischen Dollar, dem gegenüber er sich im Forex Trading einen Vorteil von knapp 2,4 Prozent sichern konnte. Lediglich beim Gewinn gegenüber dem Schweizer Franken blieb er unter der Ein- Prozent- Grenze.

Schaut man sich die weltweite Statistik des Forex Trading am Montag an, dann fällt auf, dass die europäische Gemeinschaftswährung nur gegenüber dem bulgarischen Lew und dem Pfund Sterling Verluste einstecken musste. Ansonsten wiesen die Charts durchgängig nach oben zeigende Kurven auf, die an einigen Stellen Kursgewinne von mehr als zwei Prozent offenbarten. Zu den deutlichsten Verlierern gegenüber dem Euro gehörten neben vielen anderen der amerikanische Dollar, der arabische Dirham, die türkische Lira, der afrikanische Rand, der Saudi Rial, der russische Rubel und die Mauritius Rupie, die immerhin einen Verlust von mehr als drei Prozent hinnehmen musste.

Zur Stabilität und sogar weiteren Steigerungen des Euro im Forex Trading dürften auch die Signale beitragen, die aus der deutschen Politik kommen. Die sonntägliche Kanzleramtsrunde brachte einige interessante Ansätze, die vor allem die Arbeitsmarktsituation entlasten könnten. Auch sind sich die Politiker weitgehend einig, dass bereits angedachte Investitionen der öffentlichen Hand vorzeitig in Auftrag gegeben werden sollen, um der Wirtschaft weitere positive Impulse zu geben. 

16. Dezember 2008

Im Verlauf der letzten Jahre gelang es dem Forex Market, sich weltweit durchzusetzen und so ist seine Bedeutung und Bekanntheit auch gerade auf internationaler Ebene deutlich angestiegen. Vorausschauend kann man sagen, dass der Forex sich auch in den kommenden Jahren zu einer festen Größe am Maket etablieren wird, dass allerdings auch hier zahlreiche Veränderungen allein durch die Finanzkrise ins Haus stehen. An jedem Finanztag kann der Forex derzeit einen Umsatz von rund drei Billionen US-Dollar verzeichnen. Die Folge ist, dass der Forex Market sich damit zu einem der größten Finanzmärkte dieser Welt etablieren konnte und auch das gesteigerte Interesse der Akteure in diesem Bereich ist eine Folge des großen Umsatzes, den dieser Markt zu verzeichnen hat. Obwohl das Handeln auf dem Markt und die Präsenz des Forex allein schon einen deutlichen Reiz hat, sollte jeder Händler in diesem Gebiet aber auch nicht vergessen, dass Fachkenntnisse und auch umfassendes aktuelles Wissen erforderlich sind, um hier wirklich mithalten zu können. Auch wenn es grundsätzlich die Gewinne sind, die man auf diesem Markt machen kann, die zunächst propagiert werden, ist auch ein extrem hoher Verlust keine unwahrscheinliche Größe. Der Forex wird heute auf verschiedene Weise in all seinen Besonderheiten erklärt. Die Beschreibung, dass es sich um ein Netz internationaler Banken handelt, ist aber von allen die zutreffendste Erklärung. Ein große Anzahl von Finanzunternehmen wickelt nämlich im Forex die einzelnen Aktionen ab und hat damit auch einen großen Anteil am enormen Erfolg dieses Marktes der Devisen. Die Zusammenarbeit der internationalen Banken wird von Experten im Segment Finanzen schon als eine Art Interbankenmarkt beschrieben, denn nur durch die gemeinsamen Aktionen ist letztlich die ungeheuer wichtige Bildung und Entstehung der vielen verschiedenen Tauschverhältnisse überhaupt möglich. Bei der Entstehung und Bildung der vielen verschiedenen Tauschverhältnisse wird nämlich die eine Währung mehr oder weniger schlicht in eine andere umgewandelt. Allein durch diesen Wandel der Währungen entstehen somit erhebliche Gewinne – und eben leider auch Verluste. Innerhalb der Tauschtätigkeit im Forex werden dann neue Wechselkurse ermittelt, damit der Tausch letztlich möglichst mit Gewinn abgehandelt werden kann. Im Forex ist es aber nicht möglich, eine einzelne Währung zu erstehen, was ihn letztlich auch im Grundsatz von anderen Handelsformen unterscheidet. Wer beim Agieren im Forex genauer hinschaut, erkennt mit einigem Hintergrundwissen ziemlich schnell, dass die Tätigkeiten hier nicht von den bekannten Charakteristiken der Börse zusammengesetzt werden. Viel eher ist es die enge und intensive Zusammenarbeit, die sich aus dem umfangreichen Händlernetz ergibt, die charakteristisch für den Forex Market ist. Beim Forex verhandeln nämlich die einzelnen Unternehmen direkt miteinander, was die Anzahl der einzelnen Instanzen dann deutlich verkleinert. Weil nicht mehr nur viele Finanzunternehmen am Forex Market präsent sind, muss der Charakter der Akteure auch deutlich unterschieden werden. Neben Konzernen und Brokern ist es nämlich eine nicht unwesentliche Zahl von privaten Spekulanten, die ihre Möglichkeiten auf dem Forex Market nutzen wollen und Gewinne zu erzielen versuchen. Die Handelstage auf dem Forex Market beschränken sich auf die Werktage, dafür findet der Handel auf internationaler Ebene statt. Der Spielraum der einzelnen Akteure auf dem Forex Market ist damit sehr hoch und so kann und muss das internationale Geschehen intensiv betrachtet werden und gute Entscheidungen müssen geplant und fristgerecht stattfinden. Nicht selten ist es am Forex Market übrigens so, dass zwei Banken sich untereinander auf einen Handelspreis einigen, was letztlich auch die Natürlichkeit beim Forex Market ausmacht, der in Zukunft trotz Finanzkrise weltweit große Bedeutung genießen wird und auch Privatanlegern optimale Möglichkeiten bietet.

 

26. November 2008

Die deutsche Wirtschaft steckt im vierten Quartal des Jahres in einer Rezession, auch wenn die vorweihnachtliche Kauflust die Konsumflaute ein wenig auffängt. Deutliche Anzeichen für die Rezession zeigen die Industrieindikatoren der deutschen Wirtschaft, so der Ifo-Index oder der PMI. Im Laufe des Tages wird der GFK-Konsumklimaindex vorgestellt werden. Die Anzeichen deuten daraufhin, dass sich die Konsumenten von den sinkenden Energiepreisen positiv beeinflussen ließen und mit der vorweihnachtlichen Kauflust die Zahlen des deutschen Einzelhandels wenigstens etwas nach oben zu korrigieren. Allerdings wird der Energiepreissturz nicht dazu führen, die Belastungen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise zu kompensieren. Hinzu kommt die Angst vor Arbeitsplatzverlusten, da einer Umfrage zur Folge jedes dritte deutsche Unternehmen Arbeitsplätze abbauen möchte. Daher wird der Konsumklimaindex in seiner Gesamtheit aller Wahrscheinlichkeit nachgegeben. Ähnlich wie in Amerika werden auch in Deutschland die Zahlen für das Bruttoinlandprodukt im dritten Quartal 2008 korrigiert werden müssen. Es wird ein Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Quartal erwartet. Ein ähnliches Bild zeichnete sich für das amerikanische Bruttoinlandprodukt ab. Auch hier sind die Stimmungsindikatoren der amerikanischen Industrie und Verbraucher gefallen. Es zeichnet sich ebenfalls ein rezessives Bild ab. Einige Experten erwarten, dass der Richmond-Fed-Index unterdessen noch einmal nachgeben könnte. Aufgrund der Aktienverluste der letzten Wochen und Monate sowie die gestiegenen Arbeitslosenzahlen in den Vereinigten Staaten, steht zu befürchten, dass das Conference Board, das das Verbrauchervertrauen abbildet, weiter sinken könnte. An den Devisenmärkten machten sich unterdessen die Rettungsmaßnahmen der Citigroup bemerkbar. Die Risikoscheu der Investoren ging zurück und bescherte gestern dem Euro einige satte Kursgewinne. Gegenüber dem US Dollar gewann der Euro 207 Pips. Zwar gelang bereits das Überschreiten der 1,29 Dollar Marke pro Euro, doch die technische Blockade von 1,3050 Dollar konnte die europäische Gemeinschaftswährung bislang noch nicht durchbrechen. Der Euro konnte sich gestern auch gegen Japanischen Yen durchsetzen und erreichte ein Plus von zwei Prozent in der Wechselkurspaarung EURYEN. Der Euro kostete gestern bei Handelsschluss 123,60 Yen. Allerdings war in Japan gestern Feiertag, so dass der Euro auch vom ruhenden Handel im Japan profitieren konnte. Die japanische Währung ist nach wie vor der große Profiteur aus der anhalten Finanzkrise. Analysten glauben, dass der Japanische Yen auch noch kurzfristig seine momentane Stärke behalten wird, bevor er bei einer Beruhigung der Devisenmärkte wieder gegenüber dem Dollar und den Euro nachgeben wird. Die zuletzt stark gebeutelte britische Währung verzeichnete gestern einen relativ guten Tag. Gegen einige andere Währungen konnte das Britische Pfund Sterling einige Gewinne einfahren. Gegenüber dem Japanischen Yen machte das Britische Pfund ganze 342 Pips gut und fuhr einen recht großen Gewinn ein.

25. November 2008