Im Moment ist im Forex Trading ein interessanter Trend zu beobachten. Selbst nach einem Tag mit ausgeglichenem und ruhigem Handel kommt kurz vor Börsenschluss ordentlich Bewegung in die Forex Charts. Das liegt unter anderem daran, dass sich viele Forex Broker auf Grund der unberechenbaren Entwicklungen zunehmend auf das Day Trading konzentrieren und versuchen, über Nacht in sichere Häfen in Form von wertstabilen Währungen zu gelangen.

Immer wieder hoffen die Forex Broker jetzt darauf, dass es im Tauschwert Euro – Dollar im Laufe eines Tages zu größeren Veränderungen vor allem zu Gunsten des Euros kommt. Zumindest hatten die technischen Analysen der Forex Charts bis zur Wochenmitte einen solchen Ausbruch der Kurse für durchaus wahrscheinlich gehalten. Das erklärt, warum der Euro in den letzten Tagen im Vormittagshandel immer einen leichten Anstieg verzeichnen konnte, kurz vor Toresschluss aber wieder in den Keller rutschte. Über Nacht ist er vielen Forex Tradern doch zu unsicher.

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise haben viele der üblichen Marktmechanismen ausgehebelt, die normalerweise verlässliche Forex Signale liefern. Im Moment wird sowohl von den Akteuren im Day Trading als auch von den Brokern, die mit langfristigen Optionen arbeiten, verstärkt auf die Wirtschaftspolitik der einzelnen Länder, die Situation auf dem Arbeitsmarkt und in der Automobilwirtschaft sowie die Ergebnisse der Umfragen unter den Gewerbetreibenden geachtet. Vor allem die Trendbarometer zeigen teilweise deutliche Auswirkungen auf die Forex Charts und manifestieren sich dort weit kräftiger, als es derzeit die Aktienindizes können.

 

21. Februar 2012

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte im Verlauf des Handelstages seine Gewinne gegenüber der amerikanischen Währung ausbauen. Der Euro notierte knapp unter der 1,37 Dollar Marke, als sich der europäisch geprägte Forex-Trade seinem Ende zu neigte. Im Verlauf des Tages wurde die 1,37 Dollar Marke vom Euro überwunden. Gegenüber dem japanischen Yen konnte sich der Euro heute ebenfalls behaupten. Den Höchststand gegenüber der japanischen Währung erreichte der Euro mit über 124 Yen, konnte diesen Stand jedoch nicht bis zum Ende des Handels halten.. Die europäische Gemeinschaftswährung ist aus dem seit Wochen zu beobachtenden Seitwärtskanal zwischen 1,25 und 1,30 Dollar ausgebrochen. Die Analysten bewerten das Potential für den Euro auf einen Stand bis zur 1,4 Dollar Marke. Analysten sehen den Grund für den Aufwärtstrend des Euros in der für Dienstag angekündigten Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank, Federal Reserve

Es wird eine Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte gerechnet. Damit würde das Leitzinsniveau in den Vereinigten Staaten auf 0,50 Prozent liegen. Die Analysten jedoch weisen daraufhin, dass der so genannte effektive Fed-Funds-Satz bereits seit einiger Zeit unter dem Zielsatz liegt. Der Fed-Funds-Satz ist der Zins, den man am Geldmarkt für die so genannten Sichteinlagen bei der amerikanischen Notenbank zahlen muss. Im Vormonat November lag der Zinssatz bei 0,39 Prozent. Anfang Dezember bereits bei 0,27 Prozent.

Als Impulsgeber für die Forex-Märkte sehen die Experten die Entscheidung der amerikanischen Notenbank, ob sie nun auch offiziell den quantitativen Lockerungskurs vertreten wird. Das bedeutet, dass dadurch eine Steigerung der gesamten Geldmenge möglich ist. Praktisch umgesetzt werden könnte dies durch den vermehrten Ankauf von Staatsanleihen. Leider ziehen solche Maßnahmen inflationäre Tendenzen nach sich.

Das Britische Pfund Sterling zeigte sich heute wieder auf einem Tiefpunkt. Zwar konnte sich das Britische Pfund gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Trades wieder leicht erholen. Aber im Verlauf des Handelstages erreichte das Britische Pfund mit 0,9022 Pence für einen Euro sein neuestes Allzeittief. Einige Marktbeobachter gehen noch von einer weiteren Abwertung bis auf 0,95 Pence aus. Zur Zeit fallen alle wesentliche Indikatoren in Großbritannien negativ aus. Außerdem scheint die englische Regierung das Allzeittief des Britischen Pfunds still zu dulden.

Die für heute erwarteten Impulse durch die Veröffentlichung der amerikanischen Konjunkturdaten blieben weitestgehend aus. Der Empire-State-Manufacturing-Index des verarbeitenden Gewerbes ist im Monat Dezember gegenüber dem November gesunken. Der Index sank um 0,23 Punkte und erreichte einen Stand von minus 25,76. Die Experten erwarteten sogar einen Rückgang auf minus 26,50.

Die amerikanische Industrieproduktion ist im November um 0,6 Prozent gesunken. Die Kapazitätsauslastung ist im Monat November um 0,6 Prozentpunkte auf 75,4 Prozent stärker gesunken, als zunächst angenommen. Die Experten sind von 75,8 Prozent ausgegangen.

16. Dezember 2008