Die Tradergemeinschaft teilt sich gerade bei dem Thema, ob Traden ohne Stopps im Forex Markt die ultimative Lösung ist. Die generelle Tendenz bei den Tradern ist die, dass argumentiert wird, Tradern ohne Stropps könne nur Verluste einfahren und eine solche Strategie beim Handel mit den Devisen könne auch gleichgesetzt werden mit dem Geld, das ins Kaminfeuer geworfen werden. Aber Traden geht eben auch ohne Stopps, wie sich im Folgenden zeigt. Für das Traden ohne Stopps gibt es im Fachjargon des Forex Marktes nämlich geradezu ein Zauberwort. Das heißt dann Leverage. Arbeitet man im Forex Trading nämlich ohne Stopps, dann müssen die einzelnen Positionsgrößen natürlich entsprechend klein ausfallen. Das heißt dann im Klartext, dass der Hebel für jede Position dann bei 1:1 bis allerhöchsten 3:1 angesetzt werden darf. Während einige Market-Maker ihre Hebel auf teilweise 500:1 festlegen, zeigt sich damit, welchen Zweck der niedrig angesetzte Hebel macht. Und das soll jetzt funktionieren, wird so mancher Einsteiger im Forex Trading nun fragen. Als Beispiel kann hier einmal die Währungspaarung Euro und US-Dollar angeführt werden. Hier zeigt sich der fundamentale Trend des Euro nämlich in Aufwärtsrichtung, während der US-Dollar aus unterschiedlichen Gründen, die zum Beispiel in der Hypothekenkrise liegen, sehr stark schwächelt. So wird hier zunächst auf Korrekturen gegen den Euro gewartet, was sich aus dem Tages- bis Stunden Chart ergibt. Nun kann Long mit der Paarung EUR/USD gegangen werden – das aber in einer kleinen Position. Beim guten Verlauf kann ein Gewinn erzielt werden und eine neue Position eröffnet werden. Ist der Verlauf dagegen nicht optimal und verläuft nicht in die gewünschte Gewinnrichtung, kann noch immer billiger nachgekauft werden. Hier handelt es sich um eine Art Investition, die sich im Rahmen des Tradens ergibt. Ist es aber wirklich vernünftig, gerade im Forex Trading solche Entscheidungen zu treffen, die grundsätzlich gegenteilig von allen sinnvollen Entscheidungen verlaufen? Hier lässt sich wohl nur im Verfahren „best by test“ arbeiten und mit kleinen Mengen ein echter Testlauf starten. Was der eine empfiehlt, muss für den anderen längst nicht akzeptabel sein. Verluste auszusitzen ist natürlich hier – wie auch sonst beim Traden – nicht sinnvoll, denn so wird schnell das Ende der finanziellen Fahnenstange erreicht. In gewissen Situationen im Forex Trading muss man eben auch Verlustpositionen schließen. Und gerade dann, wenn der Trend nicht mehr in Ordnung ist – allerdings auch dann, wenn die Offenen Positionen einen deutlichen Verlauf in Minus genommen haben. Tester dieses Tradens ohne Stopps können teilweise mit einer Trefferquote ihrer Strategie aufwarten, die sich im Bereich um 90 Prozent bewegen, allerdings sind es hier die Verlierer, die größer ausfallen als die Gewinner. Auch wenn die allgemeine Meinung wohl eher eine andere Tendenz hat, scheint der Einstieg aber eher ein unwichtiges Element beim Forex Traden zu sein. Eher der Ausstieg ist entscheidend, ob es sich letztlich dann um einen Trade handelt, der Gewinne oder auch Verluste eingefahren hat. Natürlich gilt auch hier, dass etwas Gefühl, eine Menge Beobachtung und viel Kenntnis der Sache vorhanden sein muss, um dieses für manche Insider dieses Traden eher gefährlich ist und nicht als allgemeine Empfehlung verstanden sein sollte.

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27. November 2008