Die deutsche Wirtschaft steckt im vierten Quartal des Jahres in einer Rezession, auch wenn die vorweihnachtliche Kauflust die Konsumflaute ein wenig auffängt. Deutliche Anzeichen für die Rezession zeigen die Industrieindikatoren der deutschen Wirtschaft, so der Ifo-Index oder der PMI. Im Laufe des Tages wird der GFK-Konsumklimaindex vorgestellt werden. Die Anzeichen deuten daraufhin, dass sich die Konsumenten von den sinkenden Energiepreisen positiv beeinflussen ließen und mit der vorweihnachtlichen Kauflust die Zahlen des deutschen Einzelhandels wenigstens etwas nach oben zu korrigieren. Allerdings wird der Energiepreissturz nicht dazu führen, die Belastungen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise zu kompensieren. Hinzu kommt die Angst vor Arbeitsplatzverlusten, da einer Umfrage zur Folge jedes dritte deutsche Unternehmen Arbeitsplätze abbauen möchte. Daher wird der Konsumklimaindex in seiner Gesamtheit aller Wahrscheinlichkeit nachgegeben. Ähnlich wie in Amerika werden auch in Deutschland die Zahlen für das Bruttoinlandprodukt im dritten Quartal 2008 korrigiert werden müssen. Es wird ein Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Quartal erwartet. Ein ähnliches Bild zeichnete sich für das amerikanische Bruttoinlandprodukt ab. Auch hier sind die Stimmungsindikatoren der amerikanischen Industrie und Verbraucher gefallen. Es zeichnet sich ebenfalls ein rezessives Bild ab. Einige Experten erwarten, dass der Richmond-Fed-Index unterdessen noch einmal nachgeben könnte. Aufgrund der Aktienverluste der letzten Wochen und Monate sowie die gestiegenen Arbeitslosenzahlen in den Vereinigten Staaten, steht zu befürchten, dass das Conference Board, das das Verbrauchervertrauen abbildet, weiter sinken könnte. An den Devisenmärkten machten sich unterdessen die Rettungsmaßnahmen der Citigroup bemerkbar. Die Risikoscheu der Investoren ging zurück und bescherte gestern dem Euro einige satte Kursgewinne. Gegenüber dem US Dollar gewann der Euro 207 Pips. Zwar gelang bereits das Überschreiten der 1,29 Dollar Marke pro Euro, doch die technische Blockade von 1,3050 Dollar konnte die europäische Gemeinschaftswährung bislang noch nicht durchbrechen. Der Euro konnte sich gestern auch gegen Japanischen Yen durchsetzen und erreichte ein Plus von zwei Prozent in der Wechselkurspaarung EURYEN. Der Euro kostete gestern bei Handelsschluss 123,60 Yen. Allerdings war in Japan gestern Feiertag, so dass der Euro auch vom ruhenden Handel im Japan profitieren konnte. Die japanische Währung ist nach wie vor der große Profiteur aus der anhalten Finanzkrise. Analysten glauben, dass der Japanische Yen auch noch kurzfristig seine momentane Stärke behalten wird, bevor er bei einer Beruhigung der Devisenmärkte wieder gegenüber dem Dollar und den Euro nachgeben wird. Die zuletzt stark gebeutelte britische Währung verzeichnete gestern einen relativ guten Tag. Gegen einige andere Währungen konnte das Britische Pfund Sterling einige Gewinne einfahren. Gegenüber dem Japanischen Yen machte das Britische Pfund ganze 342 Pips gut und fuhr einen recht großen Gewinn ein.

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25. November 2008