Der Forex-Handel ist im weiteren Sinne eine Spekulation auf Kursveränderungen von Währungen. Ein sogenannter Spot Trade ist der Kauf bzw. der Verkauf von Währungen zum gegenwärtigen Kurs. Damit man am Devisenmarkt teilnehmen kann, muss man als Anleger zunächst eine Position aufbauen und zwar in der Währung, mit der man handeln möchte. Setzt der Anleger auf steigende Wechselkurse, also auf die Aufwertung der Währung, dann spricht der Forex-Experte von einer sogenannten Plus-Position. Vereinfacht sprechen die Forex-Broker vom eingehen einer Long-Position. Üblich ist auch der Sprachgebrauch vom „long gehen“. Setzt der Anleger dagegen auf fallende Wechselkurse, also auf eine Abwertung der Währung, dann spricht man von einer sogenannten Minus-Position. Die Forex-Trader bezeichnen Spekulationen auf fallende Kurse als eröffnen einer Short-Position, im alltäglichen Umgang der Broker auch als „short gehen“ bezeichnet. Egal in welche Richtung man spekulieren will (short oder long), durch den Kauf einer Währung geht man eine Open-Position (offene Position) ein. Für den Einsteiger am Forex-Markt interessant zu wissen ist, dass mit dem Eröffnen einer Long-Position immer auch eine Short-Position eröffnet wird und umgekehrt. Währungen am Devisenmarkt werden immer in Relation zu einer anderen Währung (Währungspaarung) gehandelt. Geht ein Anleger eine Long-Position auf das Währungspaar EURUSD (Wechselkurs Euro zu US Dollar), so spekuliert er auf den steigenden Wechselkurs des Euros und gleichzeitig auf den fallenden Kurs des US Dollars (Short-Position). Beschließt man den entgegengesetzten Handel zu seiner Long-Position, kann man die offene Position wieder schließen. Der Forex-Broker spricht hierbei vom „glatt stellen“ einer Position. Zur Vereinfachung hier ein Beispiel. Der Anleger geht eine Long-Position auf das Wechselkurspaar EURUSD ein. Er kauft also 100.000 Euro gegen den US Dollar. Damit spekuliert er auf den steigenden Wechselkurs des Euros gegenüber dem Dollar. Diese Position ist eine offene Position. Um die offene Position wieder zu schließen oder glatt zu stellen, muss der Anleger 100.000 Euro gegen den US Dollar wieder verkaufen. Ist in der Zeit zwischen dem Kauf und dem Verkauf des Euros der Wechselkurs der gekauften Währung gestiegen, konnte der Anleger einen Gewinn erzielen. Der Spot Trade, auch Kassageschäft genannt, funktioniert nun folgendermaßen: Der Anleger kauft 100.000 Euro gegen den US Dollar. Der Wechselkurspreis dafür beträgt 1,300 Dollar pro Euro. Der Forex-Broker, über den ein privater Anleger ausschließlich am Devisenmarkt teilnehmen kann, bietet eine gewisse Margin für die Transaktion. Für den Anleger bedeutet das, dass er nicht den vollen Betrag zahlen muss, sondern nur einen Teil des Betrages. Würde die Margin bei einem  Prozent liegen, kostet ein Trade nur 1.000 Dollar (100.000 * 1,0 Prozent = 1.000 Dollar). Die Margin ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Geht man nun davon aus, dass der Kurs für den Euro gestiegen ist, beispielsweise auf 1,3100 Dollar, kann der Anleger seine Position wieder verkaufen. Das heißt, er verkauft 100.000 Euro zu einem Wechselkurspreis von 1,3100 Dollar pro Euro. Der Verkauf von 100.000 Euro für 1,3100 Dollar ergibt 131.000 Dollar. Der Kauf von 100.000 Euro für 1,3000 Dollar kostete den Anleger 130.000. Der Gewinn beträgt 1.000 Dollar. Bei den meisten Brokern erfolgt die tatsächliche Ausführung der Handelsgeschäfte meist zwei Tage nach Abschluss einer Transaktion. Für den Anleger spielt das aber keine Rolle, da die 1.000 Dollar Gewinn seinem Konto gut geschrieben werden. Jeder Anleger aber sollte sich zwei Dinge vor dem Einstieg in den Devisenhandel klar werden: Den enormen Gewinnchancen stehen ebenso hohe Verlustrisiken entgegen. Außerdem erhebt der Forex-Broker einen Spread. Dieser Spread, der beim eröffnen einer Position anfällt, liegt über dem Verkaufskurs. Bevor man also mit einem Forex-Trade beginnt Geld zu verdienen, muss zunächst der Spread verdient werden, den der Broker erhebt. Allerdings unterscheiden sich hier die Devisengeschäfte nicht von Börsengeschäften, die über Broker getätigt werden.

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23. November 2008