Bedingt durch die anhaltende Wirtschaftsschwäche gibt es von der US-Notenbank schon erste vorsichte Vorhersagen, dass auch längerfristig wohl mit niedrigen Zinssätzen gerechnet werden muss. Experten, die sich zu diesem Thema äußern, gehen schon jetzt davon aus, dass im gesamten Jahr 2009 der Leitzinssatz dort wohl im Null-Prozent-Bereich verlaufen wird. Seitens der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses, des sogenannten FOMC, wurden schon Signale gesenkt, dass die außergewöhnlich niedrigen Leitzinssätze als sehr positiv für die Bekämpfung der Rezession erachtet werden. Das hat die US-Notenbank am dritten Handelstag der Börsen bekannt gegeben. Offenbar wurde dieser Beschluss schon Mitte Dezember protokolliert, als nämlich der Leitzins von 1,0 Prozent auf die Spanne im Bereich von 0,25 bis 0,0 Prozent festgelegt wurde.

Direkt im Anschluss an die Veröffentlichung verzeichneten die Aktienkurse einen Anstieg – die Anleihen mussten allerdings Kursverluste verbuchen.

Durch die expansive Geldpolitik will die Notenbank die US-Wirtschaft so lange wie möglich unterstützen, denn die Aussichten für das Wirtschaftswachstum sind nicht nur stagniert, sie haben sich darüber hinaus noch verschlechtert. Während bisher noch ein Wachstum seitens der Notenbank im Bereich von Minus 0,2 Prozent und Plus 1,1 Prozent ausgegangen worden war, hat sich das erwartete Ergebnis nun doch nicht bewahrheitet.

Eine echte Erholung der Konjunktur wird von der Fed erst für das Jahr 2010 erwartet.

Allerdings haben einige Mitglieder klare Gefahren für eine länger anhaltende Wirtschaftsschwäche gesehen und nach Einschätzung des FOMC sind die Risiken für ein weiteres Abwärts der Konjunktur sehr bedeutsam. Von der FOMC wird nämlich eine klare Gefahr darin gesehen, dass die Inflation sich weiter zurückentwickeln könnte und damit auf einem wirklich unangenehmen Niveau langfristig verharren könnte.

Dabei ist es dann die geringe Kapazitätenauslastung der Unternehmen, die eine Preissetzungsmacht dann auch langfristig unterhöhlt. Von der Fed werde inzwischen über den Kauf großer Mengen an langfristigen Wertpapieren nachgedacht. Neben den Staatsanleihen könnte es sich dann um Wertpapiere von Fannie Mae und Freddie Mac handeln. Das ist – neben den kontinuierlich niedrigen Zinssätzen – eine weitere Maßnahme der Fed, um die Unternehmen auch über längere Zeit hin zu stärken und der Konjunktur Auftrieb zu geben.

Die Risiken für die US-Wirtschaft sind nach Aussagen der Fed durch die Minutes erst richtig deutlich geworden, meinen Forex Strategen. Und die Fed-Minutes bringen Erinnerungen an das recht schwache wirtschaftliche Umfeld, auf dem zuletzt das geplante Konjunkturpaket der US-Regierung wieder einen Anflug von Hoffnung gebracht hat.

Der Leitzins wird von Experten aber einhellig längerfristig im Bereich von Null gesehen. Und auch die Bilanzsumme der Fed wird recht groß bleiben, sagen Experten in den Medien.

Bleibt wohl nur abzuwarten, welche Entwicklungen sich hier nach einem neuen Konjunkturpaket unter dem neuen US-Präsidenten Obama ergeben. 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
07. Januar 2009