Der deutsche Geldmarkt nimmt zum Anfang des Jahres einen Aufwärtsschwung, wie es scheint. Da ist zunächst mal nichts zu spüren von der pessimistischen Meinung, die zum Ende von 2008 für das neue Jahr vorherrschte.

Der Dax erlebt gleich zu Anfang des Jahres einen Gewinn, der bei 1,8 Prozent liegt – zudem hat er schon an den letzten beiden Handelstagen im alten Jahr richtig kräftig zugelegt. Und worüber können wir und da freuen?

Offenbar sind es wohl die kräftigen Kursgewinne in den USA, die unserem Dax zum Auftrieb verhelfen.

Denn sowohl am Dienstag, dem letzten kompletten Handelstag des alten Jahres und auch am verkürzten Handelstag am Silvester legten da die wichtigsten US-Indizes richtig gut zu. So konnte der Dow Jones dann am Dienstag um 2,2 Prozent und am Mittwoch um 1,5 Prozent zulegen.

Von den Händlern am Markt wird in den USA die positive Entwicklung nicht nur in der bereits geleisteten Hilfe für die Autobranche gesehen. Auch das mögliche neue Hilfspaket, das dann unter dem neuen Präsidenten Barack Obama erwartet wird, gibt nicht nur der angeknacksten Wirtschaft dann den Aufschwung – auch der Hoffnung an den Aktien- und Devisenmärkten verleihen diese Aussichten wohl förmlich Flügel.

Und dann ist es auch noch die US-Notenbank Fed, die sich in diesem Thema derzeit nicht lumpen lässt und ihrem Image als Retter des US-Dollar wieder einmal gerecht wird. So wurde jetzt aus der Bank angekündigt, dass hier im Zeitraum von Mitte Januar bis Mitte 2009 hinein Hypothekenpapiere in einem Gesamtwert von rund 500 Milliarden US-Dollar gekauft werden sollen. Damit wird das Ziel verfolgt, die Kredite für den Hauskauf zu senken – und so der angeschlagenen Immobilienwirtschaft unter die Arme zu greifen.

Auch wenn die Lage sich nach Meinung von Experten am Markt noch nicht eindeutig gebessert hat – immerhin hat die Fed eine weitere Verschlimmerung der Situation erfolgreich abgefangen.

Und die starke Angeschlagenheit der Wirtschaft der USA zeigte sich schon im Verlauf des Weihnachtsgeschäftes, das der Handel da vermeldete. Während bei uns in Deutschland der Handel mit seinen Absätzen recht zufrieden in die Feiertage ging, war es in den USA eher mau hinsichtlich der Weihnachtsgeschäfte. Der Branchenverband musste dort Rückgänge in den Umsatz in November und Dezember von 1,5 Prozent bis teilweise sogar zwei Prozent vermelden. Somit ist Ende des Jahres 2008 der stärkste Umsatzrückgang in den USA seit den Erhebungen des ICSC, also seit 1969, zu verzeichnen gewesen!

Da ist die Meldungslage in Deutschland doch weitaus positiver. Die Siemens-Aktie z. B. zeigt sich da im Dax weitaus besser als der Markt. Die erwarteten Investitionen, die die Konzernspitze für das Jahr 2009 voraussieht, scheinen auch die Chance für Zukäufe zu erhöhen – zumindest wurde das in Fachmagazinen so berichtet.

Im MDax gibt es Veränderungen zu vermelden. Denn das Spezialchemieunternehmen Altana musste durch die Übernahme der Milliardärin Susanne Klatten den MDax verlassen. Hintergrund ist die Tatsache, dass bedingt durch die Übernahme der Streubesitzanteil unter die gesetzte Grenze von zehn Prozent gesunken ist und dass damit die Voraussetzungen für den Verbleib im Index nicht mehr erfüllt sind.

Leider setzt sich der Höhenflug des Euro direkt zu Beginn des neuen Jahres nicht ungebrochen fort. Am ersten Handelstag des neuen Jahres war der nämlich nur noch 1,38 Dollar wert – zwei Cent weniger als noch vor ein paar Tagen. Aber er kletterte schnell wieder auf 1,39 US-Dollar – weitere Steigerungen folgen?

 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
04. Januar 2009