Sehr starke und kaum gleichmäßige Schwankungen in den Wechselkursen dominieren derzeit das Bild des europäischen Devisenhandels. Kurskapriolen sind überall zu finden. Und das liegt nicht zuletzt an dem erneut schwindendem Vertrauen der Anleger, die in diesen Zeiten nicht so recht wissen, wie sich die Entwicklung der nächsten Tage abzeichnen wird. Ein Devisenanalyst sagte zu diesem Thema: „ Das zeigt wieder einmal, wie sich die sehr dünne Liquidität und die Abwesenheit der meisten Anleger an den Finanzmärkten auswirken….“ Die zurückliegenden Handelstage können wohl nur noch bedingt als Indikator für die zukünftigen Auswirkungen und Entwicklungen am Forex verwendet werden. Sonst als eindeutige Indikatoren verstanden, kann der vergangene Handel nur noch eine Orientierungshilfe für viele verwirrte Anleger bieten. Der gestrige Vormittag brachte dem Euro 0,02 US-Dollar als Wertsteigerung. Im Vergleich zum Yen ist die europäische Gemeinschaftswährung auch auf einen neuen Vorsprung von einem ganzen Yen gerutscht. Solche Bedingungen in den Kursschwankungen waren Anfang des Jahres nicht einmal innerhalb von einigen Tagen zu verzeichnen, nun ergeben sich solch starke Schwankungen bereits innerhalb von einem Tag oder gar innerhalb von einigen Stunden. Eindeutig schlägt sich die Wirtschaftskrise auch auf den Devisenmarkt nieder, in Europa ist ein starker Rückgang bei Investitionen in Devisen zu verzeichnen, besonders in den letzten Wochen. Die Nachfrage wird geringer, das Angebot bleibt. Keine gute Ausgangssituation für einen gelungenen Start in das neue Jahr. Am Montag kostete die Feinunze Gold noch 880,25 US-Dollar, gestern Vormittag rutschte die Unze wieder auf einen Stand von 870 US-Dollar. Genau das sind die anormalen Schwankungen, denen überraschte Anleger gegenüber stehen. Zwar kennen die alt-eingesessenen Anleger einige schwierige Zeiten aus der Vergangenheit und wissen diese auch noch irgendwie konstruktiv zu meistern, doch stehen die kaum erfahrenen Anleger vor einer schweren Aufgabe oder gar Entscheidung, nämlich, ob sie sich nicht lieber aus dem Handel fern halten sollten in diesen chaotischen tagen, in denen sich Kursänderungen ergeben, denen vielleicht nur jeder zweite Anleger in seiner Karriere begegnet ist.

 

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04. Januar 2009