Insgesamt haben mehr als 30.000 deutsche Anleger ihre Gelder, oder zumindest einen Teil derer, bei der isländischen Kaupthing-Bank arbeiten lassen. Aufregung war auch bei den Anlegern hier zu verspüren, denn die weltweite Finanzkrise kann natürlich auch hier ihre Krater ziehen. Der Regierungschef Islands hat aber nun eine Entwarnung verkündet, die dann rund 30.000 deutsche Kunden der isländischen Bank aufatmen lassen. Die isländische Einlagensicherung unterstützt nämlich auch Beträge, die über die zunächst festgelegten 20.900 Euro hinausgehen und so können auch Anleger aufatmen, die hier mehr Geld deponiert haben, um dies für sich arbeiten zu lassen. Sicher ist, dass alle Kunden ihre Einlagen bis zu einer Höhe von 20.900 Euro zurückerhalten, auch wenn die Kaupthing-Bank derzeit in einer Notlage steckt. Darüber hinaus erklärte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums auf eine direkte Anfrage, dass auch deutliche Hoffnung besteht, dass über die Einlage hinaus die isländische Einlagensicherung entschädigt. Um ihr Image zu wahren und sich das Vertrauen der Anleger zu erhalten, ist die Führungsspitze von Kaupthing mit allen Mitteln daran interessiert, die Auszahlung der Einlagen deutscher Kunden auszahlen zu können. Hiermit wird der Schock relativiert, der die genau 30.800 deutschen Kunden von Kaupthing am 9. Oktober 2008 befiel, als die BaFin als Finanzaufsicht die Festgeldeinlagen in einer Summe von 308 Mio. Euro einfror. Nach der neuen Nachricht kann aber eine Entspannung bei den deutschen Anlegern entstehen. Die Einlagensicherung ist garantiert bis zu einer Höhe von 20.900 und auch über diese Anlagesumme hinaus ist die Bank bemüht, alle deutschen Kunden in der realen Höhe ihrer Einlagen zu entschädigen. Das sind die Aussagen, die das Bundesfinanzministerium zur aktuellen Lage herausgibt. Klar ist natürlich, dass Kunden nun umgehend ihre Forderungen anmelden sollten, um in den Genuss der Einlagensicherung zu gelangen. Die Starre bei den Anlegern löst sich und die Gewissheit, dass alles daran gesetzt wird, die Einlagensicherung auch über den festgesetzten Betrag hinaus zu ermöglichen, stärkt das Vertrauen der Anleger bei der Kaupthing-Bank deutlich. In diesen Tagen finden weitere Verhandlungen statt, in denen genauere Informationen über die garantierten Einlagensicherungen stattfinden. Und die Hoffnung ist nicht ungerechtfertigt, dass Sicherungen auch über die fixierte Summe hinaus möglich sind. Kaupthing ist eine Niederlassung, allerdings keine völlig eigenständige Tochter und somit unterliegt Kaupthing Deutschland der isländischen Finanzaufsicht und damit auch der in Island gültigen Einlagensicherung. Und genau dort wurde am 31. Oktober der Entschädigungsfall dann auch festgestellt. Im Regelfall ist es dann so, dass Auszahlungen dann im Anschluss an die Feststellung durch Entschädigungseinrichtungen vorgenommen werden. Aber leider fehlte Island das Geld, um die Anleger sofort zu entschädigen – und genau das brachte diesen dann schlaflose Nächte, sorgten sie sich doch um ihre Anlagen. Um aber die Zahlungen zu ermöglichen, haben sich nun mittlerweile die IWF-Mitgliedsstaaten darauf geeinigt, Island für diesen Fall unter die Arme zu greifen. Die Abstimmungen über Kredite finden in diesen Tagen statt und die Bedingungen für diese Kredite stehen auch schon fest, denn Island muss Garantien für die Einlagen der ausländischen Kunden übernehmen, um letztlich auch die Finanzspritze erhalten zu können. Die Kunden können also beruhigt werden.

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20. November 2008