Wenn ein Anleger einen Future auf einen tendenziell steigenden deutschen Aktienindex Dax Einkauf und dann eine Fehlentscheidung – zum Beispiel aufgrund mangelnder Vorkenntnisse – getroffen hat, dann kann der Spaß recht teuer werden. In dem Fall, dass der Anleger mit seiner Position stark ins Minus gerät, wird er vom Broker auf seine Nachschusspflicht hingewiesen, die im Fachjargon als Margin Call bezeichnet wird. Wenn der Anleger nun nicht nachschießen kann, ihm als die finanziellen Möglichkeiten fehlen, dann wird aus den ehemaligen Buchverlusten ein echtes Minus. Diese Verluste können rein theoretisch in unbegrenzter Höhe ausfallen und das sind natürlich für Anleger keine guten Aussichten. Die Situation ist dann vergleichbar mit dem Girokonto und dem ausgeschöpften Dispokredit. Wenn der Kunde keine Liquidität mehr aufweisen kann, dann wird auch hier seitens der Bank schnell der Geldhahn des Dispo zugedreht und ein echtes Problem taucht auf.

Günstiger ist für den Anleger da der Verlauf mit Optionen. Hierbei hat der Käufer nämlich am Ende der jeweiligen Laufzeit die Entscheidung, ob er sein Recht nun ausüben möchte oder her nicht. Wenn er nicht ausübt, dann verfällt diese Option wertlos und ohne weitere Konsequenzen für den Käufer. Mehr als der Verlust des Einsatzes ist aber hier nicht möglich und das ist für den Anleger schon eine gute Absicherung. Dagegen muss der Verkäufer aber auf Anfrage immer liefern – um jeden Preis.

Im Devisenhandel ist der Anleger dagegen weitaus besser aufgehoben. Hier liegt das höchstmögliche Risiko des Verlustes im Bereich von 75 Prozent des getätigten Einsatzes, wenn der richtige Partner für den Devisenhandel ausgewählt wird. Und das sollte gründliche Prüfungen voraussetzen. Für private Anleger besteht nämlich keine Nachschusspflicht, wie das für Profis der Fall ist. Ist der Anleger mit 75 Prozent im Minus, dann wird im Interesse des Anlegers der Anker geworfen.

Aber das Ziel des Devisenmarktes ist ja der Gewinn. Und nach der Beleuchtung aller Risiken und den Möglichkeiten, diese auszuschalten, ist es eine positive Nachricht, dann hier im Devisenmarkt der Anleger ein Vielfaches dessen an Gewinnen erzielen kann, was am Kassamarkt möglich wäre – richtige Kauf- und Verkaufentscheidungen zur richtigen Zeit vorausgesetzt.

Der Unterschied zwischen dem Kassa- und dem Terminmarkt, die sich für Einsteiger als sehr undurchschaubar zeigen, liegt aber in einer ganz einfachen Erklärung. Am Kassamarkt investieren die Anleger direkt in das Wertpapier, das dann zum Beispiel eine Aktie sein kann. Im Terminmarkt werden die Investitionen indirekt getätigt und so ist das Objekt dann letztlich nur das Mittel zum Zwecke des Gewinnes.

Die Hebelwirkung ist ein sehr interessantes Werkzeug im Devisenmarkt. Die Bezeichnung Leverage ist im Fachjargon gebräuchlich. Hier besteht dann die Möglichkeit – je nach Kooperationspartner – mit zum Beispiel 5.000 US-Dollar Einzahlung in das Konto dann letztlich mit einem Wert von 500.000 US-Dollar am Devisenmarkt handeln zu können. Hier besteht dann ein Hebel mit dem Faktor 100.

Der Hintergrund hierfür ist einfach erklärbar, denn der Anleger hat das Recht auf den Erwerb einer Währung, muss die Währung aber nicht selbst kaufen.

Das Beispiel hierfür könnte im Autokauf liegen. So kann ein Käufer sich für ein Fahrzeug entscheiden, dass einen Preis von 50.000 Euro hat und dann müsste der Käufer auch diesen Preis in voller Höhe für das Fahrzeug zahlen. Aber das Recht, diesen Wagen eben für diesen Preis kaufen zu können besteht nur in Kombination mit der Möglichkeit, diese Wagen auch wieder für einen höheren Preis als 50.000 Euro verkaufen zu können. Also nur, wenn die Aussicht besteht, das Fahrzeug gewinnbringend verkaufen zu können, kommt das Geschäft zustande, dass sich auf eine Wertsteigerung bezieht.

In der Devisenpraxis sieht es dann so aus, dass ein Anleger 1.000 Euro eingezahlt hat für dieses Wertsteigerungsrecht. Wenn der Wert des Pkw nun auf 55.000 Euro steigt, dann hat der Anleger ein Anrecht auf den Wert, der sich aus der Differenz ergibt, also 5.000 Euro. Damit ergibt sich unter Abzug des Einsatzes von 1.000 Euro ein Gewinn von 4.000 Euro.

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21. Dezember 2008