Der Donnerstag brachte es, dass der Euro dann von seinem mehr oder weniger konsequenten Dreimonatshoch etwas zurück kam. Bis mittags – nach Mitteleuropäischer Zeit – stand der Euro bei einem Wert von 1,4570 US-Dollar. Er war aber am Vormittag des Donnerstag schon einmal auf 1,4723 gestiegen. Das vorweihnachtliche Geschäft, das recht dünn ausfiel, brachte es mit sich, dass selbst kleinere Geschäfte dann starke Ausschläge mit sich brachten. Und das galt dann für den Euro sowohl im Hinblick auf die Gewinnmitnahmen als auch auf das Rückschlagpotential. Nach seinem sehr starken Anstieg war der Euro dann mit mehr als 10 Cent seit dem Anfang der Woche überkauft. Aber grundsätzlich zeigt das Aufwärtspotential beim Dollar seine überwiegenden Einflüsse.

Die USA konnten dann mit einer historischen Einmaligkeit, nämlich dem Zinsniveau nahe Null, aufwarten. Allerdings zeigt sich eben hier die große Schwierigkeit, die das Land zur Zeit im Griff hat und durch die erneute Zinssenkung ist die Politik nun auch an die Grenzen ihrer Möglichkeiten im Hinblick auf die traditionellen Instrumentarien angelangt. Die Gewöhnungszeit für die Leute wird wohl noch anhalten, bis klar geworden ist, dass es jetzt den Dollar als Währung für Zinsdifferenzgeschäfte, die sogenannten Carry-Trades, gibt.

Der Yen hat inzwischen leichtere Tendenzen im Hinblick auf Dollar und Euro angenommen. Und das liegt nach Einschätzung von Marktexperten wohl auch daran, dass der Markt sich insgesamt auf Interventionen einstellt. Das insgesamt dünn ausfallende Geschäft in der Vorweihnachtszeit könnte den Notenbanken dann Erfolge bringen, vermuten die Händler sogar.

Das Pfund Sterling hat weiterhin eine leichtere Tendenz – mit nunmehr neuen Rekordtiefs zum Euro während der Schweizer Franken leicht zulegen konnte.

Der Euro ist insgesamt bei einem Stand von 1,41 US-Dollar stark unterstützt, was einen gebrochenen Abwärtstrend zeigt. Da trifft die europäische Gemeinschaftswährung aus technischer Sicht dann auf einen Widerstand bei 1,48 US-Dollar.  

Die neuen Impulse für den Devisenmarkt könnten dann von aus den USA im Hinblick auf die Erstanträge für die Arbeitslosenunterstützung kommen. Auch der Konjunkturindex aus der Notenbank-Filiale in Philadelphia sowie die Frühindikatoren könnten den Devisenmärkten noch weitere Einflüsse bringen.

Beim Londoner Vormittags-Fixing ist die Feinunze Gold mit 872,50 US-Dollar notiert worden, während das Fixing am Mittwoch einen Preis von 870 US-Dollar brachte.

 

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20. Dezember 2008