Das Jahr 2008 war insgesamt für die Aktien kein wirklich gutes Jahr, das braucht man wohl nicht zu diskutieren? Wenn rund 40 Prozent der wichtigsten Aktienindizes sinken, kann man auch von der Mikro-Struktur nur noch als einem puren Desaster gesprochen werden.

Nur zwei bis vier Prozenten konnten es in diesem insgesamt düsteren Jahr schaffen, einen Kursanstieg mitzunehmen. Und das sind häufig dann Aktien, die aus Sondersituationen resultieren. So ist VW, das ein Plus von noch knapp 100 Prozent gemacht hat, eines der bekanntesten Beispiele für diese Sondersituationen. Und auch das Chemie-Unternehmen Rohm & Haas kann ein Plus von 22 Prozent einem deutlichen Kurssprung im Bereich von zwei Dritteln im Juli verdanken. Hier handelt es sich um das Resultat einer Vereinbarung, die eine Übernahme durch Dow Chemical konnte der Aktie damit den zweitbesten Wert bescheren, der im amerikanischen S&P-500-Index besteht.

Insgesamt waren es 18 Aktien aus Auswahlindizes auf Jahresfrist, die noch ein Plus verzeichneten. Bei drei der 18, also bei Rohm & Haas, Barr Pharmaceutical und UST, sind es Übernahmen, die die Ursache sind. Weitre vier Fälle haben die Verbindung zwischen Kursgewinnen und Anteilskäufen und somit daraus resultierenden Spekulationen in Kombination geschafft. Bei zwei der Aktien, nämlich bei General Mills und Fielmann, bestehen derzeit Kursgewinne unter zwei Prozent und in zwei weiteren Aktien, nämlich People´s United Financial und Hudson City Bancorp, sind es dann unter fünf Prozent.

Aber es sind auch einige Aktien, wie zum Beispiel die Vorzüge des Unternehmen Dyckerhoff als Zementhersteller sowie der Düngemittelhersteller K & S, die nur knapp im Minus liegen. Hier sind bis zum Jahresende noch Verschiebungen möglich und damit kann sich der Status der Werte hinsichtlich Gewinner oder Verlierer des Jahres auch noch bis zum letzten Handelstag des Jahres korrigieren. Das spielt dann wohl auch ein wenig der Zufall mit, der im letzten Moment noch Einfluss nehmen kann.

Letztlich sind es sieben Aktien, die auf die lange Sicht von zwölf Monaten kontinuierlich Gewinne verzeichnen konnten. Und alle sieben Aktien gehören aus dem S&P-500. An der Spitze liegen hier die zwei große Discounter, der Family Dollar Stores und der Wal-Mart. Hier wird von den rezessionsgebeutelten amerikanischen Konsumenten von vielen Anlegern zugebilligt, dass sie bedingt durch ein kostengünstiges Angebot große Gewinne erzielen und damit auch in schwierigen Zeiten gut durch die Jahre kommen.

Die Family Dollar Stores konnten im ersten Quartal resultierend aus vorläufigen zahlen ein Umsatzplus von 2,1 Prozent verzeichnen. Auch wenn das wirtschaftliche Umfeld grundsätzlich auf dauerhafte Konsumgüter setzt, ist der Umsatz der Verbrauchsgüter um rund 13 Prozent gewachsen. Die Aktien beider Discounter wirkten bei durchschnittlichen Analysteneinschätzungen im Bereich 13 und 15 angemessen beurteilt.

Die Aktie des Steuerberatungskonzerns H&R Block hat im aktuellen Jahr eine starke Berg- und Talfahrt erlebt. Auch wenn die Kurse hier durchweg gute Haltung zeigten, kam im Oktober ein Einbruch von rund 35 Prozent, aber seither ist auch schon wieder eine deutliche Erholung eingetreten. Die letzten Geschäftsjahre haben große Verluste gebracht, zumal auch große Abschreibungen getätigt werden mussten, die aus der Tochterfirma Option One Mortgage resultierten. 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
18. Dezember 2008