Eine absolut überraschen deutliche Zinssenkung durch die US-Notenbank hat gleichzeitig den Druck auf die US-Währung deutlich erhöht. Der US-Dollar musste damit gegenüber dem Euro und auch dem Yen einen deutlichen Preisverfall hinnehmen. Von Experten wird vermutet, dass der Rückschlag aus der Aussicht der hohen Defizite im US-Haushalt heraus resultiert und dass die Rezessionsbekämpfung Vorrang hat.

Und der Euro hat seine Aufwärtsbewegungen weiter fortsetzen können, auch nach der deutlichen Zinssenkung der US-Notenbank. Zunächst kletterte er auf die 1,40 US-Dollar Marke um dann die Marke 1,42 US-Dollar anpeilen zu können, während die Gemeinschaftswährung im frühen Handel dann 1,4191 US-Dollar kostete – aber dann auf den Kurs knapp über der 1,40 US-Dollar Grenze zurückfiel. Und nun hat der Euro schon seit eineinhalb Wochen ein Plus von etwa 13 Cent.

Die starke Tendenz wird von Marktbeobachtern mit der überraschenden Zinssenkung der Fed begründet. So hatte die Fed dann den Zielsatz für Tagesgeld von einem Satz von 1,0 Prozent auf einen Bereich von Null bis 0,25 herabgesetzt. Und auch die weiteren Entwicklungen wurde eher düster prognostiziert, wobei alle Maßnahmen ergriffen werden sollten, die der Entwicklung der USA dienlich sein können in finanzieller Hinsicht.

Ein direkter Ankauf von Staatsanleihen befindet sich schon auf dem Prüfstand, damit die langfristigen Zinssätze verringert werden können. Allerdings zeigt die Zinssenkung an, wie dramatisch es um die USA bestellt ist. Durch die Ankündigung der Politik einer quantitativen Lockerung ist es für die Finanzmärkte fast schon klar, dass das Dollarangebot als nächstes zunehmen wird, was auch eine Begründung für den Anstieg des Euros ist. So zeichnet sich für den US-Dollar dann ein Leistungsbilanzdefizit sowie dem Budgetdefizit gleich ein neues Problem ab.

Auch gegenüber den anderen wichtigen Devisen hatte der US-Dollar einen Verlust zu verzeichnen. Zum Yen sank er auf 88,20 Yen für den Dollar und damit ergab sich für den US-Dollar im Hinblick auf den Yen ein Tief wie seit 13 Jahren nicht mehr.

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17. Dezember 2008