Altmetall an der Börse – so wirken die Stahlaktien im Moment an der Börse und das dürfte auch vorerst noch so bleiben. Auch in der Vergangenheit waren die Aussichten der Stahlaktien nicht mehr wirklich berauschend, aber die Finanzkrise hat hier für weitere Verluste gesorgt und so geraten Salzgitter, Arcelor Mittal und auch die Titel von Thyssen-Krupp mehr und mehr unter Druck.

Während andere Branchen einen Anstieg nach der Krise erwarten dürfen, wird die Stahlbranche davon wohl leider nicht allzu viel zu spüren bekommen. Zusätzlich wird die Stahlbranche aber von globalen Abschwung der Wirtschaft besonders hart getroffen, wie ein Treffen des Stahl Ausschusses ergab.

Aber diese Nachrichten sind nicht die einzigen, die sich für die Stahlbranche als sehr belastend ergeben. Zusätzlich sind es noch die illegalen Preisabsprachen, die eine Strafe der französischen Kartellbehörde nach sich zog und der französischen Stahlbranche damit 600 Millionen Belastungen brachten. Zusätzlich zum französischen Tochterunternehmen von Arcelor Mittal ist auch eine Tochter von Klöckner & Co. von diesen Preisabsprachen betroffen – das berichtete die Behörde am Dienstag in Paris.

Arcelor Mittal trifft eine Strafe in Höhe von über 300 Millionen Euro und die Klöckner Tochter – KDI SAS – muss etwa 170 Millionen Euro berappen. Das sind die höchsten Strafen, die in der Branche je gezahlt werden mussten. Insgesamt sind elf Stahlproduzenten und Stahlhändler von diesen negativen Schlagzeilen betroffen.

Klöckner übt allerdings Kritik an der Strafe bzw. an der französischen Kartellbehörde, denn es wurden für die Bemessung der Strafe die Weltumsätze zugrunde gelegt, die der Klöckner & Co. Konzern erwirtschaften. Dabei wurden die Verstöße ausschließlich von einer Tochtergesellschaft begangen und somit werde die KDI SAS dann auch Rechtsmittel gegen die Höhe der Strafzahlung einlegen. Damit kann gleichzeitig eine vorläufige Aussetzung der Zahlung erreicht werden.

Und auch seitens Arcelor Mittal wird wohl Berufung eingelegt. Die Strafe dürfte demnach nur vorübergehend auf den in der Branche aktuell geltenden Aktienkursen lasten.

Der Konjunkturausblick ist es aber, der die Branche weitaus schwerer belastet, denn die Nachfrage nach Stahl ist gesunken und das hat natürlich auch die Preise stark einbrechen lassen, gab die OECD öffentlich bekannt. Auch ein kurzfristiger Ausblick, in dem die Nachfrage nach Stahl wieder zunimmt, zeigt sich insgesamt sehr schwach. Auch wenn im Jahr 2002 eine starke Nachfrage nach Stahl stattfand und damit ein intensiver Aufschwung verzeichnet werden konnte, ist dieser Aufschwung nun abrupt zu Ende gegangen. Drei Aspekte sind es, die diese geringe Nachfrage beeinflussen. Zum einen ist es natürlich die Automobilproduktion, die massiv eingebrochen ist. Die Rückgänge auf dem Bau sind ein weiterer Grund und auch die Investitionsneigung, die bei den Unternehmen derzeit relativ gering ist, macht die schlechte Konjunktur in der Stahlbranche aus.

Der Dax lag am Dienstagnachmittag mit 1,3 Prozent im Plus, aber die Aktie von Thyssen Krupp konnten den Anstieg nur hälftig mitnehmen. Hier lag der Titel bei 0,6 Prozent im Plus und damit bei 16,80 Euro. Eine Verteuerung konnte die Aktie von Salzgitter allerdings verzeichnen und hier war es dann eine Verteuerung von 2,8 Prozent und damit ein Preis von insgesamt 50,12 Euro, die sich am Dienstag ergaben.

Hier sind es aber die institutionellen Anleger, die sich mit dem Titel eindecken. Der Grund liegt darin, dass die Salzgitter Aktie in einigen Tagen einen Aufstieg in den Dax haben wird.

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17. Dezember 2008