Zum Börsenschluss am gestrigen Dienstag ist der Euro wieder unter die Marke von 1,26 US Dollar gefallen und kostet bei Handelsschluss 1,2591 US Dollar. Die Spitze erreichte die europäische Gemeinschaftswährung am späten Nachmittag, als der Euro 1,2701 Dollar kostete. Auf diesem Wert konnte er sich jedoch nicht lange halten und fiel zum Börsenschluss unter 1,26 Dollar. Am Dienstagmittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,2633 Dollar festgesetzt. Damit kostete der Dollar 0,7903 Euro. Zur Zeit treibt das Verlangen nach Sicherheit die Anleger vor allem in US-Staatsanleihen. So konnte man gegen Börsenschluss gestern Abend sehen, dass sich die deutlichen Kursverluste an den Aktienmärkten auch direkt in Kursverlusten auf den Devisenmarkt bemerkbar machten. Anleihen mit hohen Renditen werden derzeit aufgelöst. Auch Yen-Kredite werden gegenwärtig von den Anlegern vermehrt zurückgezahlt. Folglich gab der Euro auch gegenüber dem japanischen Yen nach und kostete bei Handelsschluss 121,18 Yen. Heute morgen Gewann der Euro im asiatischen geprägtem Devisenhandel jedoch wieder leicht. Gegenüber dem US Dollar stieg der Wechselkurs auf 1,2632 Dollar und damit wieder über die 1,26 Dollar Marke. Gegenüber dem japanischen Yen konnte die europäische Gemeinschaftswährung auch wieder etwas Boden gut machen und notierte bei 122,10 Yen. Im fernöstlichen Forex-Trade schwächelte der Dollar bei Börsenbeginn etwas. Er gab 0,3 Prozent nach und notierte bei 96,70 Yen. Immer noch zeigen sich viele Investoren tief besorgt über die drohende Rezession der Weltwirtschaft. Deshalb suchen weiterhin viele Anleger den vermeintlich sicheren Hafen und glauben ihn im Japanischen Yen gefunden zu haben. Zudem geraten die derzeitigen Entwicklungen der amerikanischen Automobilindustrie in den Fokus der Anleger. Die „Big Three“ der US Autokonzerne (Chrysler, General Motors und Ford) haben gestern für Staatshilfen in Höhe von 25 Milliarden Dollar beim amerikanischen Senat geworben. Davon profitiert zur Zeit der Yen, sind sich die Analysten der Mizuho Corporate Bank sicher. Der Hilferuf der amerikanischen Automobilindustrie wird auch heute eines der zentralen Themen sein und nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch die Devisenmärkte weiter beherrschen. Interessant dabei sind vor allem die Aussagen der verantwortlichen Manager, die sich selbst keine Fehler vorwerfen wollen. Branchenexperten aber werfen den Automobilherstellern seit Jahren ihre verfehlte Modellpolitik vor. Statt den Wandel der Zeit zu erkennen, hätten sie lieber weiter auf Modelle mit hohem Spritverbrauch gesetzt. Für die Analysten ist die Krise der US Automobilindustrie hausgemacht.

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19. November 2008