Die europäische Gemeinschaftswährung konnte im Verlauf des Handelstages seine Gewinne gegenüber der amerikanischen Währung ausbauen. Der Euro notierte knapp unter der 1,37 Dollar Marke, als sich der europäisch geprägte Forex-Trade seinem Ende zu neigte. Im Verlauf des Tages wurde die 1,37 Dollar Marke vom Euro überwunden. Gegenüber dem japanischen Yen konnte sich der Euro heute ebenfalls behaupten. Den Höchststand gegenüber der japanischen Währung erreichte der Euro mit über 124 Yen, konnte diesen Stand jedoch nicht bis zum Ende des Handels halten.. Die europäische Gemeinschaftswährung ist aus dem seit Wochen zu beobachtenden Seitwärtskanal zwischen 1,25 und 1,30 Dollar ausgebrochen. Die Analysten bewerten das Potential für den Euro auf einen Stand bis zur 1,4 Dollar Marke. Analysten sehen den Grund für den Aufwärtstrend des Euros in der für Dienstag angekündigten Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank, Federal Reserve

Es wird eine Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte gerechnet. Damit würde das Leitzinsniveau in den Vereinigten Staaten auf 0,50 Prozent liegen. Die Analysten jedoch weisen daraufhin, dass der so genannte effektive Fed-Funds-Satz bereits seit einiger Zeit unter dem Zielsatz liegt. Der Fed-Funds-Satz ist der Zins, den man am Geldmarkt für die so genannten Sichteinlagen bei der amerikanischen Notenbank zahlen muss. Im Vormonat November lag der Zinssatz bei 0,39 Prozent. Anfang Dezember bereits bei 0,27 Prozent.

Als Impulsgeber für die Forex-Märkte sehen die Experten die Entscheidung der amerikanischen Notenbank, ob sie nun auch offiziell den quantitativen Lockerungskurs vertreten wird. Das bedeutet, dass dadurch eine Steigerung der gesamten Geldmenge möglich ist. Praktisch umgesetzt werden könnte dies durch den vermehrten Ankauf von Staatsanleihen. Leider ziehen solche Maßnahmen inflationäre Tendenzen nach sich.

Das Britische Pfund Sterling zeigte sich heute wieder auf einem Tiefpunkt. Zwar konnte sich das Britische Pfund gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Trades wieder leicht erholen. Aber im Verlauf des Handelstages erreichte das Britische Pfund mit 0,9022 Pence für einen Euro sein neuestes Allzeittief. Einige Marktbeobachter gehen noch von einer weiteren Abwertung bis auf 0,95 Pence aus. Zur Zeit fallen alle wesentliche Indikatoren in Großbritannien negativ aus. Außerdem scheint die englische Regierung das Allzeittief des Britischen Pfunds still zu dulden.

Die für heute erwarteten Impulse durch die Veröffentlichung der amerikanischen Konjunkturdaten blieben weitestgehend aus. Der Empire-State-Manufacturing-Index des verarbeitenden Gewerbes ist im Monat Dezember gegenüber dem November gesunken. Der Index sank um 0,23 Punkte und erreichte einen Stand von minus 25,76. Die Experten erwarteten sogar einen Rückgang auf minus 26,50.

Die amerikanische Industrieproduktion ist im November um 0,6 Prozent gesunken. Die Kapazitätsauslastung ist im Monat November um 0,6 Prozentpunkte auf 75,4 Prozent stärker gesunken, als zunächst angenommen. Die Experten sind von 75,8 Prozent ausgegangen.

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
16. Dezember 2008