Schwierige Zeiten sind angebrochen und die Anleger aus allen Bereichen bekommen diese Entwicklung ganz stark zu spüren. Täglich werden neue Nachrichten veröffentlicht, die sich auf Rettungspläne für Wirtschaften beziehen und somit die Anlegerstimmung täglich aufs Neue verändern. Diese Tatsache gilt besonders auch für den Devisenmarkt. Die Trends wechseln schnell, agieren und reagieren heißt hier das Motto. Der Yen etwa verzeichnete letzten Freitag den stärksten Wert seit dem Jahre 1995 in Bezug auf den US-Dollar. Besonders die schlecht laufende und fast in Verruf gelangte amerikanische Autowirtschaft leidet einerseits stark unter den wirtschaftlichen Veränderungen und den Niederschlägen auf diese und andererseits nimmt die Anlegerstimmung großen Einfluss auf den Absatzmarkt der Autoindustrie. Etwa die jüngste Ablehnung des Rettungspaketes für die amerikanische Autowirtschaft macht Anlegern und Käufern die Entscheidung oft sehr einfach; abwarten, heißt es hier vermehrt. Wer aber abwartet, kauft nicht, der investiert auch nicht, wodurch viele internationale Wirtschaftssysteme stark zu kämpfen haben.

Die Anleger waren nämlich davon ausgegangen, der amerikanische Staat würde die drei Großen Automobilhersteller nochmal unter die Arme greifen, wodurch der Geldfluss stark angekurbelt wurde. Nachdem jedoch sogar Bush seine Bedenken zu weiteren Hilfspaketen geäußert hatte und nun zunächst keine weitere Hilfe seitens des amerikanischen Staates als realistisch erscheint, entziehen die Anleger dieser Sparte ihr Vertrauen und investieren dieses in andere Bereiche. Umsatzeinbrüche sowie starke Kursschwankungen sind hier eine sehr einflussgebende Folge.

Die amerikanische Währung konnte aufgrund von Reduktionen in riskanten Positionen wieder kurz an Kursstärke gewinnen, doch sollte dies nur eine kurzfristige Tendenz einer halbherzigen Aktion werden. Denn schon geraten wieder die Schwachpunkte der Währung in den Fokus der Anleger, was wiederum Vertrauen entzieht. Schwachstellen sind etwa das Leistungsbilanzdefizit, das sich ständig vergrößernde Budgetdefizit, die allgemeinen Schulden, der zunehmende Finanzierungsbedarf und zudem die derzeit niedrigen Zinsen und Renditen, die den Anlegern die rosa Brille entschleiern und einen Blick in die Wirklichkeit gewähren. So kann eine Abwertung des US-Dollars in der nächsten Zeit nur eine logische Folge auf die eben genannten Entwicklungen sein.

 

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16. Dezember 2008