Bei allen Negativschlagzeilen im Hinblick auf die Finanzkrise kommt es doch noch das eine oder andere Mal zu einer positiven Nachricht. Und die liegt darin, dass die Bundesbank offenbar im Verlauf des Jahres 2008 ordentliche Gewinne in Milliardenhöhe gemacht hat. Das ist schön, besser ist aber noch, dass mehr als die Hälfte dieser erzielten Gewinne dann in den Bundeshaushalt einfließen.

Nach ersten Schätzungen seitens der Bundesbank sind am Ende des Jahres mehr als sechs Milliarden Euro Gewinn realistisch. Zumindest wird in Institutskreisen eine solche Zahl zur Zeit gehandelt. Und das wäre dann der höchste Gewinn, der seit 2002 erwirtschaftet worden ist – trotz allen anderen schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft. Im Jahr davor, also in 2007, konnte die Bundesbank immerhin einen Überschuss von 4,3 Milliarden Euro erwirtschaften.

Aber worin liegt denn der Grund für die gestiegenen Gewinne?

Das ist wiederum im gesunkenen Euro-Kurs begründet – im Vergleich zum US-Dollar. Die Bundesbank erzielt nämlich ihre Gewinne aus dem Management der bestehenden Währungsreserven. Und so fließen dann in diesem Jahr 3,5 Milliarden Euro der erwirtschafteten Gewinne in den Bundeshaushalt und die restliche Summe wird für die Tilgung von Schulden aufgewendet.

Die Bundesbank selbst hält sich allerdings mit diesen positiven Zahlen sehr zurück und so dringt aus diesen Reihen noch keine detaillierte Information nach außen. Auch auf Anfragen wird konsequent nicht reagiert. Ob sich diese sehr positiven Prognosen denn auch bewahrheiten, darüber werden wir erst im März 2009 informiert. Nämlich dann, wenn offizielle Zahlen für die Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.

Wenn es stimmt – Frau Merkel wird sich nicht allein freuen.

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15. Dezember 2008