Am Freitag ist der Fokus der Marktteilnehmer an den Forex-Märkten ganz auf die amerikanischen Verbraucher gerichtet, deren Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage fast 75 Prozent ausmacht. Im Laufe des Tages werden die Umsätze des amerikanischen Einzelhandels vom November bekannt gegeben. Aller Indikatoren weisen wie in den vergangenen Wochen auf eine negative Entwicklung hin. Die Verkaufszahlen für Pkws sind im November nochmals gesunken. Einziger Lichtblick: Der Rückgang fiel nicht so heftig aus, wie noch im Monat Oktober.

Negativ auf die Einzelhandelsumsätze werden vor allem die fallenden Benzinpreise wirken, die die Tankstellenumsätze deutlich zurückgehen ließen. Auch die wöchentlichen Umsatzstatistiken der große Kaufhauswarenketten sind rückläufig. Alle diese Indikatoren zeigen eine verringerte Konsumnachfrage der amerikanischen Verbraucher an. Analysten gehen daher von einem Minus im Bereich der Einzelhandelsumsätze von zwei Prozent aus.

Der vorläufige Michigan Sentiment wird heute ebenfalls veröffentlicht. Er zeigt die Verbraucherstimmung für Anfang Dezember an. In den Vereinigten Staaten sinken derzeit die Energiepreise deutlich. In der Vergangenheit führte dies oft zu einer Aufhellung der amerikanischen Verbraucherstimmung. Vor dem Hintergrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation dürfte aber dieser positive Effekt mehr als aufgebraucht werden. Die Indikatoren des sogenannten ABC-Verbrauchervertrauens und des sogenannten TIPP-Indizes fielen ebenfalls deutlich negativ aus. Die Experten erwarten daher auch hier ein leichtes Minus für den vorläufigen Michigan Sentiment. Ingesamt wird in der nächsten Zeit kein nachhaltig positiver Ausblick auf den Konsum erwartet.

Von weiterem Interesse für die Forex-Märkte dürften heute noch die amerikanischen Erzeugerpreise für den Monat November sein. Die Experten erwarten eine Konkretisierung des Bildes, das gestern bereits die Importpreise vorgezeichnet wurde. Durch den anhaltenden Preisverfall für Rohstoffe, werden weitere deflationäre Tendenzen erwartet, die den Dollar zusätzlich unter Druck setzen. Für den Monat November erwarten die Experten bedingt durch einen Basiseffekt eine negative Jahresrate der Erzeugerpreise. Bis Juli, so die Meinung der Analysten, werde dieser Effekt weiterhin für die amerikanische Wirtschaft günstig bleiben. Dadurch kann die Inflation auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Ganz ähnliche Entwicklungen halten die Ökonomen auch auf der Ebene der Verbraucher für möglich. Nächste Woche steht die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes der Vereinigten Staaten an. Dann wird sich zeigen, ob die Annahmen richtig waren.

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12. Dezember 2008