Der Euro hat gerade wieder eine Phase der Erholung. Die zeigt sich darin, dass der Kurs derzeit teilweise schon die 1,30 Dollar übersteigt. Nach einigen Startschwierigkeiten am Dienstag konnte der Euro dann am Mittwoch wieder richtig Kräfte tanken und sich damit am Markt sichtbar erholen. Die Übersteigung der 1,30 Dollar Grenze ist ein wirkliches Indiz für diese gute Entwicklung zur Wochenmitte hin.

Am späten Nachmittag des Mittwoch mussten Händler dann noch 1,2980 Dollar für den Euro bezahlen. Aber das echte Tageshoch lag bei einem Kurs von 1,3040 Dollar für den Euro. Am Mittag des Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank noch eine neue Festlegung des Referenzkurses bei 1,2925 veranlasst. Der Vergleichswert lag am Dienstag bei 1,2838. Damit kostete der Dollar am Mittwoch dann 0,7737 Euro und am vorherigen Dienstag lag der Preis für den Dollar bei 0,7789 Euro.

Aber die Experten sagen auch gleich, dass die Entwicklung des Euro am Mittwoch keine fundamentalen Hintergründe hatte. Es waren wohl eher die freundlich gestimmten Aktienmärkte, die dem Euro damit seine wohlverdiente Erholung brachten.

Damit ergibt sich hinsichtlich der Nachfrage auf den Kapitalmärkten eine deutliche sichtbare Entwicklung. Wenn die Kapitalmärkte ansteigen, dann ist auch die tendenzielle Nachfrage nach dem Euro größer und wenn wiederum fallende Aktienmärkte zu verzeichnen sind, die mit einer steigenden Risikoaversion einhergehen, dann wiederum verlangt der Markt eher nach dem Dollar als begehrter Währung.

Fachleute vom Forex Markt gehen aber – und das wird Anleger natürlich freuen – von einer weiteren tendenziell freundlichen Entwicklung des Euro aus. Vergessen werden dürfen dabei aber nicht die Konjunkturdaten, die heute im Verlauf des Tages noch veröffentlicht werden. Aber da sind sich die Händler und Experten des Marktes wohl recht sicher, dass diese Daten für die Entwicklung des Devisenmarktes und speziell des Euro nur eine zweitrangige Rolle spielen.

Viel spannender und einflussreicher ist es eher der Einzelhandelsumsatz, der am Freitag aus den USA verkündet wird. Hier wird das Verbrauchervertrauen sehr stark gefordert, denn die Zahlen scheinen eher schlecht auszufallen. Eine echte Stütze für den Dollar ist aus dieser Richtung für den Freitag eher nicht zu erwarten. Genau das stärkt aber den Euro dann in der Paarung USD/EUR, wo bis zum Anfang der kommenden Woche auch noch Kurse von 1,32 bis hin zu 1,33 US-Dollar möglich sind.

Natürlich gibt es auch Neuigkeiten bei den andern wichtigen Währungen des Marktes, die für den Mittwoch herausgegeben wurden und von der Europäischen Zentralbank als Referenzkurse festgelegt wurden. Aber die sind nicht wirklich so herausragend wie die Entwicklung von Euro und Dollar zueinander vor den wirtschaftlichen Hintergründen.

Und das Gold ist noch erwähnenswert. Hier wurde am Nachmittag der Wochenmitte ein Wert von 802,25 festgelegt, der den Vortagespreis von 767, 75 Dollar deutlich erkennbar überschritt.

 

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11. Dezember 2008