Experten der Branche sind sich ziemlich sicher, dass die Anzahl der Hersteller im Bereich des Autobaus sich innerhalb der nächsten fünf Jahre deutlich reduzieren wird. Und mutige Prognosen sagen dann, dass es letztlich nur noch sechs Riesen sein werden, die der Rezession – natürlich mit der Stütze des Staates – dann trotzen können. Und da sind es dann sicherlich nicht nur die US-Unternehmen, die dann ihre Existenz bedroht sehen, die aktuell mit Milliardenpaketen zur Rettung ausgestattet werden.

Analysten sehen dann nur für wenige Konzerne einen Bestand. Und einer davon soll nach den Vorstellungen der Analysten dann Porsche-VW sein. Vermutungen besagen, dass die anderen deutschen Autobauer sich in der Krise eher nicht halten werden und in der Form, in der sie heute bestehen, sicherlich nicht überleben werden.

Wirbel zieht durch die Welt der Autokonzerne, denn weltweit sechs Autokonzerne, die der Rezession trotzen, sind nicht wirklich viel und die Aussage, die da aus dem Hause Fiat in der Branche kursiert, sorgt für eine Menge Zündstoff in den Diskussionen.

Wie kommt man dann als Analyst überhaupt auf eine so konkrete Zahl? Die ist übrigens auf die nächsten fünf Jahre ausgerichtet.

Da erwarten Fachleute dann in diesem Zeitraum mindestens einen Autobauer in Korea und zwei weitere in China. Während die einen Analysten sich auf einen deutschen Anbieter festlegen, vermuten andere dann den möglichen Fortbestand von zwei deutschen Autokonzernen, von denen dann einer VW-Porsche als stabiler Fels in der Brandung der Finanzkrise gilt. Dann sind es letztlich noch zwei Hersteller in Japan, einer in den USA und einer in Frankreich, die es schaffen, sich aus der Krise zu retten und die nächsten fünf Jahre zu überstehen – vermuten Analysten.

Und die Zahlen, die für das Überleben als Grundlage dienen sollen?

Hier wird eine klare Grenze bei den Herstellern gesteckt, die in der Lage sind, mehr als 5,5 Millionen Autos jährlich zu bauen und die sich damit als überlebensfähig erweisen können. Hintergrund für diese konkrete Zahl ist da schlicht und einfach der Jahresumsatz. Und der muss dann nach Analystenmeinung bei 100 Milliarden Euro liegen, um den Sprung in die Zukunft zu schaffen.

Aber sind das jetzt definitive Prognosen oder eher provokante Vermutungen?

Weitere Experten aus der Autobranche sehen das Sterben der Autokonzerne nämlich längst nicht so dramatisch in ihrem Verlauf. Die Befürchtungen des Bestands von Autokonzernen hat es nämlich nach Meinung der gelassenen Experten schon vor der Finanzkrise gegeben. Und da hat sich bisher nichts bewahrheitet, was drastisch prognostiziert wurde.

Ein Grund für den Bestand von mehr Autokonzernen soll dann auch darin liegen, dass nämlich neue Unternehmen auf den Markt stoßen – die könnten dann zum Beispiel aus Indien und China stammen.

Einig sind sich Analysten und Experten der Autobranche aber in einem Bereich. Die Krise wird nach Meinung aller nicht in wenigen Monaten beendet sein. Da kann man dann auch in Deutschland mit tiefen Einschnitten rechnen – und die zeigen sich auch in Verlusten von Arbeitsplätzen.

Ein Problem sehen Analysten im Fortbestand der Autokonzerne darin, dass die Autos – gerade in der Mittel- und Kompaktklasse – eher zu teuer sind. Günstigere Preise könnten die Verkaufszahlen deutlich ankurbeln. Das entspricht doch auch der Vorstellung der Verbraucher, oder?

Die Soforthilfepakete für die US-Autokonzerne werden aus europäischer Sicht sehr kritisch betrachtet. Und so werden Pauschalhilfen abgelehnt. Aber eine Ausnahmesituation wie die aktuelle macht dann eine volkswirtschaftlich tragbare Übergangslösung für maximal zwölf Monate sinnvoll. Dann sollten sich die Konzerne in den USA der Meinung von europäischen Experten aber selbst helfen und eigene Sanierungsprogramme aktiviert haben.

Und in noch einer Tatsache ist man sich hier beim Thema Autokonzerne recht einig. Werkschließungen werden wohl kaum zu vermeiden sein.

 

 

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10. Dezember 2008