Der Wechselkurs für die europäische Gemeinschaftswährung ist etwas gefallen. Beim Übergang in den europäisch geprägten Devisenhandel kostete der Euro 1,2881 Dollar und der Dollar wurde mit 0,7763 Euro notiert. In der Nacht, während dem asiatisch geprägten Forex-Trade, schoss der Euro zeitweise über die Marke von 1,29 Dollar hinaus. Gestern hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs für die Währungspaarung EURUSD auf 1,2854 Dollar pro Euro festgelegt. Am Freitag stand der Referenzkurs bei 1,2665 Dollar.

Nach den deutlichen Kursgewinnen des Euros konnten die Investoren satte Gewinne mitnehmen. Allerdings glauben viele Marktbeobachter, dass diese Kursgewinne nur von kurzer Dauer waren und rechnen mit verstärktem Druck auf den Euro in den nächsten Tagen. Die Kursgewinne der europäischen Gemeinschaftswährung vom Montag werden zum einen als verspätete Reaktion auf die schlechten Arbeitsmarktdaten der Vereinigten Staaten vom Freitag gewertet. Zum anderen hatte am Samstag der zukünftige Präsident der USA, Barack Obama, das größte Konjunkturprogramm seit den Fünfziger-Jahren angekündigt. Dadurch wurde die Risikobereitschaft vieler Investoren deutlich erhöht.

Aber nicht nur gegenüber dem Dollar konnte der Euro gestern ordentlich Boden gut machen. Auch gegenüber dem Japanischen Yen legt der Euro gestern 1,6 Prozent an Wert zu und kostete 119,96 Japanische Yen. Viele Anleger bauen vor dem Hintergrund der sich massiv verschlechternden japanischen Wirtschaftslage verstärkt Carry-Trades gegen Japan auf. Auch hier lässt sich die Abhängigkeit der Forex- von den Aktienmärkten deutlich erkennen. Wird der Wertpapierhandel gestärkt und steigen die Aktienkurse, so schadet dies dem Yen, während der Euro davon profitieren kann. Auch das angestrebte Konjunkturprogramm zur Bekämpfung der amerikanischen Konjunkturkrise der neuen US Regierung trägt zur Schwächung des Yens bei. Analysten hoffen, dass durch das angekündigte Programm die Rezessionsangst abgemildert wird. Bisher profitierte von der Risikovermeidung der Investoren vor allem die japanische Währung.

Am Montag konnte auch das Britische Pfund Sterling sichtlich von der Risikobereitschaft der Investoren profitieren. Zum Greenback konnte das Britische Pfund gestern den größten Kursanstieg seit über fünf Wochen verbuchen. Seinen Höchststand erreichte die britische Währung mit 1,5048 Dollar und legte damit um 2,5 Prozent seines Ausgangswertes bei Handelsbeginn zu. Aber auch gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung konnte sich das Britische Pfund bewähren. Die Kursgewinne vom Freitag der vergangenen Woche konnten um weitere 0,4 Prozent ausgebaut werden. Ein Euro kostete gestern 0,8699 Britische Pfund, nachdem es in der letzten Woche auf ein Allzeittief gefallen war.

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09. Dezember 2008