Die europäische Gemeinschaftswährung ist weiter im Aufwärtstrend an den Forex-Märkten. Am heutigen Dienstagmorgen eröffnete der Euro mit 1,2875 Dollar den europäisch geprägten Devisenhandel. Den Höchststand erreichte der Euro gestern mit 1,2966 Dollar. Der Dollar stand gegenüber der japanischen Währung mit 92.60 Yen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete gegenüber dem Yen 119,15 pro Euro. Auch gegenüber dem Schweizer Franken zeigt sich der Euro sehr stabil mit 1,5580 Schweizer Franken. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich gestern trotz schlechter deutscher Konjunkturdaten im Forex-Trade als fest. Die deutsche Industrieproduktion ist im Oktober im Monatsvergleich um 2,1 Prozent zurückgegangen. Analysten sind nur von einem Rückgang von 1,5 Prozent ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang um 3,9 Prozent. Im Vergleichszeitraum für den Monat September lag der Rückgang der Industrieproduktion nur bei 1,9 Prozent. Für die nächsten Monate sind mit weiteren Einbrüchen zu rechnen, vor allem wenn man die Zahl der rückläufigen Aufträge der deutschen Industrie bedenkt.

Heute wurde in Deutschland der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, kurz ZEW, bekannt gegeben. Der ZEW Konjunkturdatenindex ist überraschend gestiegen. Auch das er nun schon zum zweiten Mal in Folge gestiegen ist, scheint zunächst eine Überraschung zu sein. Für den Monat Dezember beträgt der ZEW Index minus 45,2.

Der ZEW-Index zeigt die Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate an. Allerdings gibt es bei der Analyse des Index einiges zu beachten. Derzeit verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage zunehmend. Um es einfach auszudrücken: Die Wirtschaft befindet sich in einer globalen Rezession. Für den ZEW-Index werden nun Menschen nach ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate gefragt. Je länger eine Krise andauert und je tiefer sie ist, desto weniger Befragte gibt es, die diese schlechte Lage noch in den nächsten sechs Monaten sehen. Oder anders ausgedrückt: Die meisten Befragten formulieren ihre Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage in den nächsten sechs Monaten. Für den ZEW-Index bedeutet das eine Steigerung der Zahlen.

Daher warnen Experten, dass man aus dem ZEW-Index nicht herauslesen sollte, dass die Rezession bald vorbei ist und die Wirtschaft vor einem konjunkturellen Aufschwung steht. Die Experten erwarten vielmehr noch einen dramatischeren Einbruch der Industrieproduktion in den nächsten Monaten, bevor es dann wieder bergauf geht. Daher gehen die meisten Ökonomen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft noch bis zur Mitte des kommenden Jahres schrumpfen wird. Die Wirtschaft befindet sich derzeit in einer ausgeprägten Rezession.

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09. Dezember 2008