Der Arbeitsmarktbericht von der Wall Street war zum Wochenende von schlechten Nachrichten gespickt. Die Talfahrt nimmt hier irgendwie wohl kein Ende. Während die wichtigen Idizes an der Wall Street stetig deutlich fielen, konnten sie sich zumindest zum Abschluss der Woche von ihrer konstanten Talfahrt erholen.

An der Wall Street werden derzeit noch immer die Autobauer ins Visier genommen und auch die Ölkonzerne finden da noch große Aufmerksamkeit, denn die haben unter dem Preisverfall am Ölmarkt heftig zu leiden.

Insgesamt kommt aus dem Land des Dollar im Moment ständig negative Nachrichten. Zum Wochenabschluss waren das dann die Arbeitsmarktzahlen, die eine Stimmungsverbesserung auch nicht bewirken konnten. Der Stand der Arbeitslosenzahlen ist nämlich inzwischen auf einen Status angestiegen, der letztmalig vor 15 Jahren in den USA verzeichnet werden konnte. Dass die Stimmung an der Wall Street da wohl eher missmutig ist, kann da keiner verübeln.

Der wirklich negative Arbeitsmarkt wurde dann noch bestätigt, auch wenn die Vermutungen über die aktuellen Zahlen wirklich nicht sehr hoffnungsfroh waren. Da wundert es schon nicht, dass durch solche Zahlen die stärkste Finanzkrise seit 80 Jahren noch verstärkt wird.

An der Wall Street waren es zum Abschluss der Handelswoche dann die Autowerte, die insgesamt ziemlich kritisch betrachtet wurden. In Washington versuchten die Autobauer der USA dann in der vergangenen Woche, sich milliardenschwere finanzielle Unterstützung zu holen, um dem wohl sicheren Untergang zu entfliehen.

Da wunderte es wohl nach den vielen schlechten Nachrichten nicht mehr, dass der Dow Jones Index auch keine guten Verläufe nahm – in der Spitze musste er drei Prozent Einbuße verkraften. Aber insgesamt konnte er die Verluste dann im Verlauf der Kurse um insgesamt 8.240 Punkte bei letztlich 1,5 Prozent begrenzen. Der S&P-500 musste auch 1,5 Prozent Verluste hinnehmen – notierte abschließend dann bei 832 Zählern. Der Leitindex der Technologiebörse machte Verluste um 1,2 Prozent auf dann abschließend 1.114 Punkte.

Aber es war eben die Arbeitslosenquote, die dann wohl den Ausschlag bei der schlechten Stimmung an der Wall Street gab. Ein Anstieg auf 6,7 Prozent im November von 6,5 Prozent im Oktober zeigte dann einen Wert, der seit 1993 der höchste der USA war. Der Stellenabbau in den USA war insgesamt höher als in den letzten 34 Jahren je gemeldet. In klaren Zahlen hieß dass, dass 533.000 Jobs dem Abbau geopfert wurden – und das waren dann mehr als die Experten befürchtet hatten. Ist das Vertrauen in die Wirtschaft der USA aktuell überhaupt noch vorhanden?

Das zweite bedeutende Thema an der Wall Street waren dann die Autowerte, denn auch da sind keine guten Nachrichten zu erwarten. Auch wenn General Motors am letzten Handelstag der Woche dann zunächst mit Gewinnen eröffnete – ein Abrutschen um deutlich mehr als drei Prozent folgte dann im Verlauf des Tages. Damit standen hier die Werte letztlich bei GM unter vier Dollar. Im Vergleich zu GM konnte sich die Aktien von Ford dann zunächst ein Plus von drei Prozent sichern.

Die echten Verlierer des letzten Freitag der Wall Street waren dann die Energiewerte, die den sinkenden Ölpreis deutlich zu spüren bekamen.

Und noch ein Sorgenkind hat die Wall Street: Boeing. Das Prestigeobjekt Dreamliner kommt wahrscheinlich erst mit Verzögerung ins Rollen, denn die Boeing-Aktien stürzten am Freitag um 6,5 Prozent.

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08. Dezember 2008