Der Devisenmarkt gilt bei vielen Marktteilnehmer als schwieriger Markt. Es gibt Zeiten mit lang andauernden Phasen, in denen es kaum Kursveränderungen gibt und es gibt Zeiten von extremen Kurssprüngen. Das führt bei vielen Anlegern oft zu einem Gefühl des ausgeliefert sein. Der Investor fühlt sich gegenüber den Marktprozessen extrem hilflos. In diesem Zustand treffen viele Menschen irrationale Entscheidungen. Sie lassen sich durch Emotionen wie Angst und Gier leiten.

 

Der Herdentrieb wurde weiter oben bereits als typische Verhaltensweise erwähnt. An den Forex-Märkten zeigt sich ein solches Verhalten durch den oftmals vergeblichen Versuch irgendwelchen Trend hinterher zujagen. Meistens dann auch noch in jener Phase, in der sich der Trend bereits seinem Ende zuneigt. Der Grund für ein solches Verhalten der Anleger ist oftmals die Angst, mögliche Gewinne zu verschenken. Ein anderes häufig zu beobachtendes aber irrationales Verhalten ist das zu lange Festhalten von Verlustpositionen. Vielen Anlegern fällt es einfach schwer, sich eine Fehlentscheidung einzugestehen. Oftmals werden Verluste nicht als „natürlicher“ Bestandteil des Forex-Trade angesehen und akzeptiert.Um solchen Fallen zu entgehen, empfiehlt es sich beim Forex-Trade die Emotionen möglichst abzuschalten. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn Emotionen lassen sich im Gegensatz zu Gefühlen nicht bewusst kontrollieren. Durch Planung und Disziplin kann der erfolgreiche Forex-Trader aber Bedingungen schaffen, in denen seine Emotionen einen möglichst geringen Einfluss auf Entscheidungen haben.

Bevor man aktiv an den Forex-Märkten zu handeln beginnt, sollte das Marktgeschehen vorher beobachtet und analysiert werden. Basierend auf der Analyse erstellt man nun seinen eigenen Plan. Dazu ein Beispiel:

Der Anleger möchte in die Wechselkurspaarung EURUSD investieren. Der Wechselkurs steht bei 1,3000 Dollar für einen Euro. Der Anleger  rechnet mit einem Kursanstieg in den nächsten zwei Tagen auf 1,3150 Euro. Als weitere Annahme wird getroffen, dass die Wechselkurse auf absehbare Zeit nicht mehr steigen werden, wenn der Kurs unter 1,2950 Dollar fällt. Der Anleger geht also beim aktuellen Kursstand in eine Long-Position. Gleichzeitig setzt er eine Stopp-Marke bei 1,2950 Dollar. Für die Erreichung des Kursziels von 1,3150 Dollar wird die Position mit einem Verkaufslimit glatt gestellt, um den Gewinn mitzunehmen.

Durch das Setzen von Verkaufslimits und Stopp-Marken kann man ohne viel Mühe seinen Plan umsetzen. Durch die automatische Funktion der Marken ist auch die Disziplin gewährleistet. Einer der häufigsten Fehler im Forex-Trade ist das verändern der Stopp-Marke bei Verlusten. Im Anbetracht einer Marktentwicklung, die nicht mehr der eigenen Annahme entspricht, kommen viele Anleger in die Versuchung, die Stopp-Marke nach unten zu korrigieren oder ganz aufzuheben. Sie wollen nicht zu früh oder fälschlich ausgestoppt werden. Ein solches Verhalten gilt es aber unbedingt zu vermeiden. Stopp-Marken dürfen nicht verändert werden. Sie sind unantastbar. Im Forex-Trade ist es besser, eine Position auszustoppen und eine Neue einzugehen. Der Grund ist einfach und wurde weiter oben beschrieben: Jeder neue Handel erfordert eine neue und unvoreingenommene Einschätzung des Marktes.

Das zu frühe Auflösen einer Position, die sich gerade im Gewinn befindet, ist ein weiterer, häufig zu beobachtender Fehler. Hier spielt die Angst, die erzielten Gewinne zu verlieren, eine bedeutende Rolle im Verhalten des Anlegers. Wie bei einer Stopp-Marke gilt auch hier, dass man am Kursziel festhalten soll. In so einer Situation ist es ratsamer, die Stopp-Marke im Plus nach oben zu ziehen. Damit lassen sich bereits aufgelaufene Gewinne mitnehmen.

Am Schluss muss aber jeder Anleger selbst seine Strategie finden und auch diszipliniert umsetzen. Um am Forex-Markt erfolgreich zu handeln, ist diszipliniertes und planvolles Verhalten notwendig. Ein perfektes System oder eine fehlerlose Strategie kann und wird es nicht geben. Verluste gehören zum Forex-Trade ebenso dazu, wie Gewinne.

 

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07. Dezember 2008