Extreme Maßnahmen wie zum Beispiel spürbare Leitzinssenkungen und Rettungspakete, die die Regierungen der einzelnen europäischen Länder zur Verfügung gestellt hatten, konnten den Trend zur Depression der Eurozone bisher nicht aufhalten. Um weitere 0,5 % Punkte rutschte der Euro ab und schloss zum Dollar bei 1,2458. Schon im dritten Quartal zeichnete sich die verminderte Wirtschaftsaktivität ab und hat damit die Annahme bestätigt, dass auch das Jahr 2009 kein spürbares Wachstum bringen wird. Wahrscheinlich kann man angesichts der deutlich verringerten Inflationsrate davon ausgehen, dass sich eine Leitzinssenkung bei zurzeit 3,25 % halten wird. So würde sich eine Reduzierung von weiteren 50 Basispunkten für den Monat Dezember aller Voraussicht nach ergeben, so wie sie schon in den vorangegangenen Monaten November und Oktober vorher gegangen war.

Die Währung im englischen Königreich hat in dieser Woche gegenüber dem Euro auch heftig eingebüßt und nach Aussagen des statistischen Bundesamtes wurden die Termingeschäfte im letzten Monat um 0,1 % verringert. So wurden dann weitere Leitzinssenkungen auch von der Bank of England angekündigt. Die letzte Leitzins- Änderung hatte noch 1,5 % betragen, was der niedrigste Zinssatz seit 1955 dargestellt hatte.

So fiel das Britische Pfund gestern von zuerst $ 1,4952 auf letztendlich $ 1,4771. Sollte sich der Abwärtstrend der Konjunktur im Königreich auch weiter fortsetzen, könnte in den nächsten Tagen sogar die $ 1,45 Marke für das Pfund erreicht werden. Zusätzlich zu diesem Einbruch fiel das Pfund letzten Donnerstag am Nachmittag um 1 % im Vergleich zum japanischen Yen.

Damit bleiben die Aussichten für die Währungen Euro und Britische Pfund schlecht und der ersehnte Aufwärtstrend lässt auf sich warten. Daher wird der Abwärtstrend für die Währungen der Eurozone weitere Leitzinssenkungen der Europäischen Zentral Bank (EZB) bringen. Stattdessen zeichnet sich eine zunehmende Beliebtheit des amerikanischen Dollars im Gegensatz zum Euro ab und Investoren haben im Oktober ca. 40 Milliarden Dollar von Hedgefonds abgezogen. Daher stand die Branche vor der Herausforderung, Verluste an der Kapitalbasis in Rekordhöhe zu verkraften. Weitere massive Mittelabflüsse werden daher bis zum Jahresende erwartet und einige Fonds mussten dieses Jahr schon schließen. Beobachter des Marktes erwarten, dass sich die Hedgefonds auf rund 5000 halbieren werden.

Weitere Senkungen betreffen auch den Ölpreis, denn die Nachfrage lässt weiter nach und lässt so den Preis per Barrel auf unter 50 Dollar fallen. So fielen in dieser Woche die Rohölpreise erneut um 15 % und brachten die Nachfrage auf einen Tiefstand, der den bestehenden Rekord seit 23 Jahren bricht. Nach Veröffentlichung der Zahlen des amerikanischen Arbeitsmarktes, die sehr enttäuschend ausgefallen sind, ergab sich diese Entwicklung als Folge daraus. Im Hinblick auf die bestehende Instabilität des Marktes erwarten die Experten weitere Preiseinbrüche fürs Rohöl. Die Organisation Erdöl Exportierender Länder (OPEC) stellte daraufhin Ihre nächsten Treffen für den 29. November  und 17. Dezember an. Man erwartet, dass dort dann Drosselungen der Fördermenge um 1 Million Barrel pro Tag beschlossen werden, die dann zunächst bis zum Jahresende gelten. Ungewiss bleibt jedoch, ob diese Drosselungen den Ölpreis dann abstützen können. Schon im Vormonat wurde eine derartige Drosselung beschlossen, die jedoch dann keinen Einfluss auf den Abwärtstrend des Rohstoffs hatte. 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
05. Dezember 2008