Der Optimismus der Anleger scheint unter den schwachen Wirtschaftszahlen und schlechten Zukunftsprognosen nicht all zu sehr gelitten zu haben. Ganz im Gegenteil, vermehrt treten Akteure auf dem Forex-Parkett auf, alte wie neue. Diese Tendenz schlägt sich nicht nur beim Forex nieder, sondern auch allgemein auf vielen Finanzschauplätzen, wie der Börse. Der Schweizer Franken etwa ist in den letzten Wochen im Vergleich zum Euro deutlich schwächer geworden. Zwar konnte der Schweizer Franken vor einigen Wochen noch einen starken Aufwärtstrend verzeichnen, doch lag das größtenteils nur an den Turbulenzen des Geldmarktes, was eine kurzfristige positive Einflussnahme auf den Schweizer Franken bewirkt hatte. Angesichts langfristiger Beobachtungen jedoch kann auch eine leichte Erholung des Schweizer Franken konstatiert werden. Dieser lag noch im Oktober des vergangenen Jahres bei 1,6822 Franken je Euro und sank zum Ende des Monats sogar auf 1,4490 Franken je Euro. Gestern waren 1,5485 Franken nötig, um einen Euro zu kaufen. Was die langfristige Erholung weiter verdeutlicht. Natürlich trägt die Risikobereitschaft der Anleger zu dieser Tendenz deutlich bei. Aber zudem ist auch die Schweizer Zinspolitik an dieser Entwicklung beteiligt. Der Leitzins wurde nämlich erst letzte Woche von der Schweizer Nationalbank um einen ganzen Prozentpunkt gesenkt, wodurch der Leitzins gerade mal nur noch ein Prozent beträgt. Dadurch wird natürlich zunehmend die Schweizer Wirtschaft gestärkt, da sich durch die Senkung des Leitzinses die Exportwirtschaft kompetitver entwickeln kann. Denn da der Zins gesenkt wurde, fallen die Importkosten von ausländischen Händlern niedriger aus, was sie zu vermehrten Importen aus der Schweiz bewegt. Natürlich stellt sich angesichts dieser Entwicklung die Frage, wie lange der Trend noch wird anhalten können. Denn zum Einen wird auch in nächster Zeit die Europäische Zentralbank den Leitzins senken, was die Zinskluft von momentan 2,25 Prozentpunkten zwischen dem europäischen Raum und der Schweiz weiter verkleinern wird. Zweitens wäre es nicht sehr ratsam, das Verschuldungsmoment weiter an zu treiben. Lenkt man nämlich sein Augenmerk derzeit auf wirtschaftlichen und finanziellen Gegebenheiten, sollte der Schweizer Franken eher nach oben als nach unten tendieren, um weiterhin als stark betrachtet werden zu können. Denn, sollte die Währung weiterhin geschwächt werden, kann sich das langfristig betrachtet doch negativ auf die Schweizer Wirtschaft auswirken, was den Anlegern bestimmt nach kürzester Zeit ihre Risikobereitschaft wieder entreißen würde.

 

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28. November 2008