Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstag um die 1,29 Dollar Marke. Gegenüber der japanischen Währung verlor der Euro leicht. Der Handel an den Devisenmärkten verhielt sich heute sehr ruhig, da durch den amerikanischen Feiertag auch die meisten Investoren nicht an den Märkten teilnehmen. Die amerikanischen Märkte blieben heute geschlossen. Der Aktienmarkt bleibt nach wie vor der wichtigste Impulsgeber für die Forex-Märkte. Heute Vormittag wurden die teilweise sehr schlecht ausgefallenen Stimmungsindikatoren für die europäische Wirtschaft für den Monat November bekannt gegeben. Den Euro jedoch konnten die schlechten Daten nicht beeinflussen, da die Konjunkturdaten in der letzten Zeit generell kaum Einfluss auf die Devisenmärkte haben. Am Mittag legte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,2900 Dollar und für die amerikanische Währung auf 0,7752 Euro fest. Zum Vergleich lag gestern der Referenzkurs für die Wechselkurspaarung EURUSD bei 1,2935 Dollar bzw. 0,7731 Euro. Der Euro bewegte sich auch heute wieder im Seitwärtskanal zwischen 1,25 und 1,30 Dollar. Diese Bewegung lässt sich bereits seit Wochen beobachten. Zwar erreichte der Euro in seinem Tageshoch mit 1,2969 Dollar fast den oberen Rand des Seitwärtskanals, doch schaffte er bisher nur kurzfristig einen Ausbruch. Die Euro Rally war schneller vorbei, als so manchen Investor lieb sein konnte. Den Schlüsselwiderstand sehen die Experten bei 1,3050 Dollar. Sollte dieser nachhaltig überwunden werden können, würde die europäische Gemeinschaftswährung wieder mehr Spielraum erhalten. Möglicherweise könnte in den nächsten Wochen dieser Widerstand gebrochen werden, durch eine Spekulation auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Erwartet wird eine Senkung des Leitzinses um 75 Basispunkte. Eine Senkung nur um 50 Basispunkte würde als große Überraschung gewertet werden. Jedoch würde es genau diese Überraschung sein, die die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,32 Dollar katapultieren könnte. Die meisten Investoren haben aber heute wohl eher in die japanische Währung investiert. Nach wie vor gilt der Japanische Yen als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Der niedrige Leitzins macht die japanische Währung zu einer risikoarmen Anlage. Gegenüber dem Dollar und dem Euro konnte der Yen heute auch entsprechend zulegen. Vor allem befürchten viele Marktbeobachter mittelfristig eine Schwächung der amerikanischen Währung. Das angekündigte Konjunkturpaket der US Notenbank spiegelt die derzeitige sehr expansive Fiskalpolitik der USA wieder. Die Verschuldung der Vereinigten Staaten schwoll in der letzten Zeit massiv an, nicht zuletzt wegen der vielen Konjunktur- und Bankenrettungsprogramme. Investoren suchen daher vermehrt risikoarme Anlangen wie den Japanischen Yen. Zudem wird die japanische Währung gegenwärtig dadurch gestützt, dass japanischen Lebensversicherer zunehmend mehr Gelder nach Japan zurückführen.

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28. November 2008